Dienstag, 29. Juni 2010

Der ungewöhnliche Weg nach Australien…

Ich habe die längste Reise meiner Reise hinter mir. Ich bin in „Down Under“ , genauer in Brisbane- Queensland, gelandet. Der Weg von Bali wäre eigentlich nicht so lang und weit. Wäre…ich bin von Denpasar nach Singapur geflogen. So wie geplant. Naja, fast wie geplant, habe eine Maschine früher nach Singapur genommen. Aber auch eine Woche früher :-). Der Grund für die frühere Maschine war der, dass ich in Singapur genügend Zeit zum umsteigen hatte. Umsteigen nicht wie vorgesehen nach Brisbane, sondern nach Zürich! Ja genau, nach Zürich. Ich habe nämlich eine A380 genommen und bin nach Zürich geflogen . Damit dies möglich war, musste ich in Singapur das Gepäck entgegen nehmen und durch die Zollkontrollen. Dann wieder einchecken und wieder durch den Zoll. Das ganze ebenfalls auf dem Rückweg. Deshalb die frühere Maschine… Der Grund für diese „komplizierte“ Reiserei? Mein Schatz hat mich nach Hause eingeladen. So habe ich kurzerhand mein Programm um 10 Tage nach hinten verlegt und ein Stopp in der Schweiz gemacht! So durfte ich mein erstes Geburtstags Geschenk schon etwas früher entgegen nehmen und geniessen (aber so auch länger!). Auch der lange Weg zurück habe ich genossen und die beiden A380 Flüge werde ich wohl nie vergessen. Somit kann ich nur sagen, das Geschenk war der volle Erfolg für mich :-). Danke nochmals Schatz! Der lange Weg, vor allem zurück, hat sich für mich also mehr als gelohnt. Es war eine super Zeit die paar Tage zuhause…;-)




Aber zurück zu Australien. Die Einreise in dieses Land verlief ziemlich Problemlos. Ziemlich. Es gab schon das eine oder andere…Das Visum für Australien habe ich bereits bei der Buchung vom Reisebüro erhalten. So habe ich beim Einchecken in Singapur nur noch die Einreisekarte mit den üblichen Fragen darauf erhalten. Da ich etwas Zeit in Singapur hatte bis es mit dem Flug nach Brisbane weiter ging, habe ich die Karte schon mal ausgefüllt. Alle Angaben habe ich ganz Pflichtbewusst ausgefüllt. Passnummer, Ausstellungsort, gültig bis, Grund der Einreise und Aufenthalt usw. Auch den Beruf wollten sie wissen. Aber dazu später. Auch was für Waren ich einführe. So habe ich, wie gesagt, Pflichtbewusst wie ich bin, bei der Frage nach Lebensmitteln ja angekreuzt. Ich habe mir nämlich in Singapur ein paar Donuts mit den letzten Singapur Dollars geleistet. Versuche ja immer so wenig Geld wie möglich aus einem Land auszuführen. Brauche dies ja nicht mehr, als aufbrauchen…

Soweit so Gut. Der Zoll wollte nun wissen, welche Lebensmittel ich den Einführe. So habe ich dies dem Zoll mitgeteilt und musste in eine „Spezielle“ Reihe einstehen. Der Zollbeamte, der für die Einfuhr von Lebensmittel zuständig ist, meinte er würde lieber ein Donut Essen, als diese zu Kontrollieren und hat mich gebeten, wieder in die „Normale“ Reihe einzugliedern. Bei der „Normalen“ einreise wird man am Schluss von speziell ausgebildeten Sprengstoff und Drogen Hunden kontrolliert. Diese fanden weder Sprengstoff noch Drogen bei mir, aber halt die Donuts…Wusste nicht , dass solche Hunde so auf Süsses abfahren. Nach dem die Hundeführer ihre Vierbeiner wieder beruhigen konnten und die Menge um mich nicht mehr ganz so fest wie ein schwer Verbrecher ansahen, durfte ich einreisen…



Doch es gab noch etwas mehr „Gelächter“ am Zoll. Auf meiner Einreise Karte, die ich doch so Pflichtbewusst ausgefüllt hatte, hat sich bei mir ein kleiner Schreibfehler eingeschlichen. Kleiner Fehler mit grosser Wirkung könnte man sagen. Ich wurde nämlich nach meinem Beruf gefragt. Da ich nicht unbedingt „eid.dipl.Restaurateur“ hinschreiben möchte und mich auch kaum so nenne, habe ich natürlich Koch geschrieben. Oder eben Cook. Naja Cook wäre ja richtig, wenn mir der Schreibfehler nicht passiert wäre…So habe ich nämlich „Cock“ geschrieben. Also das zweite „O“ nicht ganz fertig gemacht könnte man sagen. Eben, kleiner Fehler, grosse Wirkung. (Für die nicht Englisch sprechenden Personen: Frei über setzt nach mir ; Cock = Hahn :-), das Wort wird aber für sehr viele „Sachen“ eingesetzt ). Bei der Zollbeamtin hat dies jedenfalls einen längeren Lachanfall ausgelöst. So dass sie mit mir ein wenig „gewitzelt“ hat und dann meinte, nun brauche sie doch eine Pause und verschwand lachend hinter einer Türe…Da wurde ich zum ersten Mal von der ganzen Einreisenden „Meute“ komisch angesehen… Die Schlange hinter mir, war nicht gerade klein. Trotzdem mussten diese auf die anderen Schlangen sich aufteilen…. Aber alle sind einfach „gut drauf“ hier. Kein „Stress“. Kein „Gehetze“. Kein „drängeln“ . Alles „Easy“. Und es funktioniert trotzdem!



Ich habe am nächsten Morgen mein Auto abgeholt. Mein Auto wird zugleich mein „zuhause“ sein für den nächsten Monat. Es ist ein umgebauter Opel Combo. Anstelle der Lager-/Lieferfläche hinten sind diverse Sachen eingebaut worden. So habe ich Camping Tisch, Stühle, Camping Kocher, kleines Vordach, Kissen, Schlafsack, Schlafmatten usw. immer bei mir. Auch mein Gepäck soll ja irgendwo mitfahren. Ausserhalb der (Gross-)Stadt ist es wie ich es beschrieben habe bei der Ankunft. Alles Easy! So werde ich vom Taxichauffeur mitten in eine Wohnsiedlung gebracht. So sehen wir uns etwas überfragt an, aber als ich den Combo auf einer Garageneinfahrt sehe, weiss ich dass wir hier richtig sind. Ich steige also aus und gehe zu dem Haus. Eine Klingel kenne die hier eh nicht. So ruft man halt mal von der Terrasse aus ins Haus bis sich mal wer meldet. Ich werde gebeten auf der Terrasse Platz zu nehmen und mir den Vertrag nochmals durchzulesen. Anschliessend Fahrzeug erklären, nach Beulen und Kratzern Suchen, damit diese ins Protokoll kommen können, und die Übergabe ist perfekt. Nur „Herrscht“ hier Linksverkehr und an den, muss ich mich erst mal gewöhnen…Dank dem installierten „Navi“ auf dem Handy finde ich auch wieder zurück ins Hotel. (P.S.: Danke Sis!).



Ich bin ein wenig durch die Stadt gefahren um mich an alles zu gewöhnen. Nach kurzer Zeit habe ich mich schon voll daran gewöhnt und komme auch mit dem Verkehr der Grossstadt zurecht. Heute war ich auch mal an einer der vielen Beaches. Sind hier alle echt cool gemacht. Grosse Parkplätze, Spielplätze, Grillplätze, Spazierwege…alles vorhanden. Echt cool. Und eben, alles „Easy“!



Hoffe werde bald wieder Zugang zum „WWW“ haben um mehr von Australien zu berichten. Naja, der Zugang wird wahrscheinlich weniger das Problem werden als die „Power“ für den PC…



Hope see you soon!

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