Dienstag, 29. Juni 2010

Der ungewöhnliche Weg nach Australien…

Ich habe die längste Reise meiner Reise hinter mir. Ich bin in „Down Under“ , genauer in Brisbane- Queensland, gelandet. Der Weg von Bali wäre eigentlich nicht so lang und weit. Wäre…ich bin von Denpasar nach Singapur geflogen. So wie geplant. Naja, fast wie geplant, habe eine Maschine früher nach Singapur genommen. Aber auch eine Woche früher :-). Der Grund für die frühere Maschine war der, dass ich in Singapur genügend Zeit zum umsteigen hatte. Umsteigen nicht wie vorgesehen nach Brisbane, sondern nach Zürich! Ja genau, nach Zürich. Ich habe nämlich eine A380 genommen und bin nach Zürich geflogen . Damit dies möglich war, musste ich in Singapur das Gepäck entgegen nehmen und durch die Zollkontrollen. Dann wieder einchecken und wieder durch den Zoll. Das ganze ebenfalls auf dem Rückweg. Deshalb die frühere Maschine… Der Grund für diese „komplizierte“ Reiserei? Mein Schatz hat mich nach Hause eingeladen. So habe ich kurzerhand mein Programm um 10 Tage nach hinten verlegt und ein Stopp in der Schweiz gemacht! So durfte ich mein erstes Geburtstags Geschenk schon etwas früher entgegen nehmen und geniessen (aber so auch länger!). Auch der lange Weg zurück habe ich genossen und die beiden A380 Flüge werde ich wohl nie vergessen. Somit kann ich nur sagen, das Geschenk war der volle Erfolg für mich :-). Danke nochmals Schatz! Der lange Weg, vor allem zurück, hat sich für mich also mehr als gelohnt. Es war eine super Zeit die paar Tage zuhause…;-)




Aber zurück zu Australien. Die Einreise in dieses Land verlief ziemlich Problemlos. Ziemlich. Es gab schon das eine oder andere…Das Visum für Australien habe ich bereits bei der Buchung vom Reisebüro erhalten. So habe ich beim Einchecken in Singapur nur noch die Einreisekarte mit den üblichen Fragen darauf erhalten. Da ich etwas Zeit in Singapur hatte bis es mit dem Flug nach Brisbane weiter ging, habe ich die Karte schon mal ausgefüllt. Alle Angaben habe ich ganz Pflichtbewusst ausgefüllt. Passnummer, Ausstellungsort, gültig bis, Grund der Einreise und Aufenthalt usw. Auch den Beruf wollten sie wissen. Aber dazu später. Auch was für Waren ich einführe. So habe ich, wie gesagt, Pflichtbewusst wie ich bin, bei der Frage nach Lebensmitteln ja angekreuzt. Ich habe mir nämlich in Singapur ein paar Donuts mit den letzten Singapur Dollars geleistet. Versuche ja immer so wenig Geld wie möglich aus einem Land auszuführen. Brauche dies ja nicht mehr, als aufbrauchen…

Soweit so Gut. Der Zoll wollte nun wissen, welche Lebensmittel ich den Einführe. So habe ich dies dem Zoll mitgeteilt und musste in eine „Spezielle“ Reihe einstehen. Der Zollbeamte, der für die Einfuhr von Lebensmittel zuständig ist, meinte er würde lieber ein Donut Essen, als diese zu Kontrollieren und hat mich gebeten, wieder in die „Normale“ Reihe einzugliedern. Bei der „Normalen“ einreise wird man am Schluss von speziell ausgebildeten Sprengstoff und Drogen Hunden kontrolliert. Diese fanden weder Sprengstoff noch Drogen bei mir, aber halt die Donuts…Wusste nicht , dass solche Hunde so auf Süsses abfahren. Nach dem die Hundeführer ihre Vierbeiner wieder beruhigen konnten und die Menge um mich nicht mehr ganz so fest wie ein schwer Verbrecher ansahen, durfte ich einreisen…



Doch es gab noch etwas mehr „Gelächter“ am Zoll. Auf meiner Einreise Karte, die ich doch so Pflichtbewusst ausgefüllt hatte, hat sich bei mir ein kleiner Schreibfehler eingeschlichen. Kleiner Fehler mit grosser Wirkung könnte man sagen. Ich wurde nämlich nach meinem Beruf gefragt. Da ich nicht unbedingt „eid.dipl.Restaurateur“ hinschreiben möchte und mich auch kaum so nenne, habe ich natürlich Koch geschrieben. Oder eben Cook. Naja Cook wäre ja richtig, wenn mir der Schreibfehler nicht passiert wäre…So habe ich nämlich „Cock“ geschrieben. Also das zweite „O“ nicht ganz fertig gemacht könnte man sagen. Eben, kleiner Fehler, grosse Wirkung. (Für die nicht Englisch sprechenden Personen: Frei über setzt nach mir ; Cock = Hahn :-), das Wort wird aber für sehr viele „Sachen“ eingesetzt ). Bei der Zollbeamtin hat dies jedenfalls einen längeren Lachanfall ausgelöst. So dass sie mit mir ein wenig „gewitzelt“ hat und dann meinte, nun brauche sie doch eine Pause und verschwand lachend hinter einer Türe…Da wurde ich zum ersten Mal von der ganzen Einreisenden „Meute“ komisch angesehen… Die Schlange hinter mir, war nicht gerade klein. Trotzdem mussten diese auf die anderen Schlangen sich aufteilen…. Aber alle sind einfach „gut drauf“ hier. Kein „Stress“. Kein „Gehetze“. Kein „drängeln“ . Alles „Easy“. Und es funktioniert trotzdem!



Ich habe am nächsten Morgen mein Auto abgeholt. Mein Auto wird zugleich mein „zuhause“ sein für den nächsten Monat. Es ist ein umgebauter Opel Combo. Anstelle der Lager-/Lieferfläche hinten sind diverse Sachen eingebaut worden. So habe ich Camping Tisch, Stühle, Camping Kocher, kleines Vordach, Kissen, Schlafsack, Schlafmatten usw. immer bei mir. Auch mein Gepäck soll ja irgendwo mitfahren. Ausserhalb der (Gross-)Stadt ist es wie ich es beschrieben habe bei der Ankunft. Alles Easy! So werde ich vom Taxichauffeur mitten in eine Wohnsiedlung gebracht. So sehen wir uns etwas überfragt an, aber als ich den Combo auf einer Garageneinfahrt sehe, weiss ich dass wir hier richtig sind. Ich steige also aus und gehe zu dem Haus. Eine Klingel kenne die hier eh nicht. So ruft man halt mal von der Terrasse aus ins Haus bis sich mal wer meldet. Ich werde gebeten auf der Terrasse Platz zu nehmen und mir den Vertrag nochmals durchzulesen. Anschliessend Fahrzeug erklären, nach Beulen und Kratzern Suchen, damit diese ins Protokoll kommen können, und die Übergabe ist perfekt. Nur „Herrscht“ hier Linksverkehr und an den, muss ich mich erst mal gewöhnen…Dank dem installierten „Navi“ auf dem Handy finde ich auch wieder zurück ins Hotel. (P.S.: Danke Sis!).



Ich bin ein wenig durch die Stadt gefahren um mich an alles zu gewöhnen. Nach kurzer Zeit habe ich mich schon voll daran gewöhnt und komme auch mit dem Verkehr der Grossstadt zurecht. Heute war ich auch mal an einer der vielen Beaches. Sind hier alle echt cool gemacht. Grosse Parkplätze, Spielplätze, Grillplätze, Spazierwege…alles vorhanden. Echt cool. Und eben, alles „Easy“!



Hoffe werde bald wieder Zugang zum „WWW“ haben um mehr von Australien zu berichten. Naja, der Zugang wird wahrscheinlich weniger das Problem werden als die „Power“ für den PC…



Hope see you soon!

Montag, 14. Juni 2010

Einmal quer durch Bali und zurück…

Der Tag beginnt, wie jeden Tag, mit einem sehr herzhaften, üppigen Frühstück. Auf dem Tisch stehen diverse Konfitüren, Honig und Butter. Toastbrot, niedliche, kleine Gipfel und ein Süssgebäck. Es ist so eine Art Schnecke in Kleinformat, ohne Füllung, aber mit einem leichten Überzug aus Zuckerguss. Es steht ausserdem Wasser, Orangensaft, Kaffee, Tee und diverses frisches Obst auf meinem kleinen engen Tisch, der ganz am Fenster steht, damit ich auch beim Frühstück die gesamte Aussicht geniessen kann.

Die Sonne scheint bereits. Zum Glück nicht direkt in den Frühstücksraum. Es ist bereits sonst schon mehr als genügend heiss hier. Auch wenn Ventilatoren an der Decke, unbeirrt durch die schwüle Hitze, ihre Runden drehen, um etwas kühle Luft auf mich und meinen Tisch zu bringen. Helfen tut dies allerdings sehr wenig…




Mein Blick ist gerade aus gerichtet und meine noch müden Augen sehen Richtung Denpasar. Auch wenn die Stadt wie im Nebel liegt, kann ich die Stadt in der Smogwolke (und dies bereits am frühen Morgen!) erkennen. Da werde ich in ein paar wenigen Minuten langfahren. Ich versuche eine Strasse von hier aus zu erkennen, um meinen Weg durch Bali ausfindig zu machen. Doch keine Chance bei der dichten Dunstwolke, die aus Smog, Rauch und Nebelschwaden besteht…

Mein Blick dreht sich nun nach links, damit ich vielleicht im klaren Wald das eine oder andere „Frühaufsteher-Tier“ erkennen kann. Doch ich sehe direkt auf den Pool. Eine Vorfreude auf das kühle Nass kommt unweigerlich in mir auf. Es ist wie zu einem Ritual von mir geworden hier auf Bali. Aufstehen, „Skypen“ mit meinem Big Schatz (sie sollte nun endlich von der Arbeit heimgekehrt sein), Frühstücken gehen, Badeklamotten anziehen, Badtasche packen und ab in das noch so angenehm kalte und erfrischende Wasser! Es ist den ganzen Tag erfrischend und kühl, aber nur die erste Berührung am Morgen mit dem kostbaren Gut ist so speziell und traumhaft. Die Natur beginnt nach und nach zu erwachen. Das Wasser ist von der brütenden Sonne bereits erfasst (bereits 31 Grad), aber noch nicht aufgeheizt. Diese Erfrischung kannst Du nur am Morgen erleben. Die ersten Vögel, Libellen, Fliegen, Bienen und Ameisen versammeln sich allmählich um den ganzen Pool. Es kommt mir so vor, als ob dies nicht nur für mich ein allmorgendliches Ritual ist. So muss man schon mal aufpassen, dass man den Kopf nicht mit einem Vogel, der gerade sein Frühstück knapp über der Wasser Oberfläche fangen will, kollidiert. Als der Vogel schon seinen Anflug auf sein Opfer beginnt, scheint er mich noch nicht zu bemerken. Der Anflug beginnt weit weg über dem Wald. Er fliegt mit hohem Tempo knapp über die Wasseroberfläche und reisst sein Schnabel so weit auf wie er kann, so dass es den einen oder anderen Wassertropfen in sein kleines Mäulchen schafft, aber eben auch direkt auf mich zu. Als er mich bemerkt fliegt er eine „Steilwand Kurve“ nach rechts. Dies in einem Winkel, der mich, auch so erschrocken ich bin, gleich die Frage aufkommen lässt, wie viel „G“ der zierliche Vogel und sein Körper zur Zeit wohl aushalten müssen. Jeden Morgen ein neues solches Erlebnis. Mal mit einem Affen, der mich vom Pool Rand aus beobachtet, um sobald ich im Wasser bin, sich an meiner Tasche zu vergehen versucht. Zu meinem Glück bringt er diese nicht auf. Einmal mit einer Libelle, der es etwa ähnlich ergeht wie dem kleinen Vogel. Mal mit einem Vogel der sich ebenfalls ein morgendliches Bad gönnt und so erschrickt als er mich entdeckt, dass er fasst ersäuft. Jeden Tag gibt’s was neues… Doch für einmal wird mir dies heute verwehrt bleiben. Durch die Aufregung, heute noch mehr des Landes und seinen Einheimischen zu sehen und kennen zu lernen, empfinde ich es kaum schlimm, dass mein heutiger Tag für einmal etwas anders beginnt und ich das kühle Nass aus der Duschbrause für einmal auch nicht ohne finde….




So geht es Richtung Landesinnere, in einem Geländewagen mit getönten Scheiben, los. Auch früh am Morgen sind die Strassen in Richtung Denpasar sehr gut befahren. Dies hatte ich aber auch nicht anders erwartet… Wir fahren nicht ganz bis nach Denpasar, sondern biegen kurz davor Richtung Sanur ab. Die Route beginnen wir also im Osten von Bali. Das „Ziel“ wird der „Lake Batur“ mit seinen Vulkanen sein. Wir fahren der Küste entlang Richtung Semarapura. Unterwegs durchfahren wir diverse kleine Dörfer. Jedes Dorf ist auf ein spezielles Handwerk ausgerichtet. So gibt es Dörfer mit unzähligen Holzschnitzern, Steinhauer, Ziegelsteinhersteller, Maler, Gärtner, T-Shirt Verkäufer (;-)) oder aber Silberschmuck Hersteller und und und…




Was es aber überall hat und gibt, sind die tausenden von Tempel. Es ist echt der Wahnsinn, wie viele dieser kleinen bis übergrossen Tempel man vorbei kommt. Jedes Dorf Besitz unzählige davon. Von halb eingestürzt bis super gepflegt und mit viel Liebe in Schwung gehalten. Ein schöner Anblick.



Mein Chauffeur und Reiseleiter erklärt mir zu jedem Dorf etwas kleines. Auch zu den Tempeln und den Menschen, denen wir begegnen, weiss er etwas zu erzählen. Es ist sehr interessant und Aufschlussreich. So erfahre ich sehr viel über die Glaubensrichtungen der Balinesen. Ich darf, da ich Glück habe und Sonntag ist, in einem grossen Tempel, neben dem Sitz des Oberhauptes, 1 1/2 Stunden den ganzen Zeremonien und gebeten beiwohnen. Mir wird sogar ein reinigendes Bad angeboten und auch an den gebeten könnte ich teilnehmen. Auch wenn es für mich eine grosse Ehre ist, entschliesse ich mich von der Seite das Ganze zu beobachten und zu geniessen…





Es ist eine unglaublich interessant und eine Erfahrung, die ich sicher nie mehr vergessen werde. Werde aber auch hier, nicht näher darauf eingehen, so eindrücklich dies auch war!




Wir fahren weiter Richtung Berge und Vulkan. Je näher wir dem kommen, desto mehr Wolken kommen auf. Ich ahne es bereits, wenn wir dann auf dem Pass ankommen, wird es bestimmt Regnen. Mein Reiseleiter meint zwar, dies wird nicht der Fall sein, doch er kann meine Meinung nicht ändern. Er fragt mich nach einem Kaffe, dem ich sehr gerne zustimme.



Wir halten mitten in einem Waldgebiet an und steigen aus. Herrlich, was ich hier alles finde. Von Vanille über Kaffee bis hin zu diversen Früchten. Selbst Tabak wird hier angebaut. Mir wird die ganze Kaffee Verarbeitung bis zum fertigen Trinkgenuss näher gebracht. So kann anschliessend die ganze Palette von Ihren Köstlichkeiten probieren.


Ja genau, dies wird für eine Spezialität, für die die Schweiz bekannt ist, gebrauch!
Nein, "nicht wer hat's erfunden" sondern das ist Kakao für unsere Schoggi :-)!

Und dies wird die beliebte Vanille dazu...

Es gibt balinesischen Kaffe, Ginger Kaffee, frischer Kakao, Ingwer Tee, und Zitronengras Tee. Auf dem Tisch steht eine Art Gewürzdose. Daneben liegt kleines Papier und Streichhölzer. Als ich es näher betrachte, erkenne ich, dass es Tabak ist, das in der Dose vor sich hin trocknet. So wird mir sogar eine Zigarette gedreht von der eigenen Plantage.


Dies wird mal Kaffee...


Der Duft ist Unverkennbar !


Alles wird mir genauestens erklärt und ich sehe anscheinend voll interessiert aus. Ich stelle auch nicht gerade wenig fragen… Entweder sind die Menschen hier wirklich Gastfreundlich oder sie sind einfach froh, wenn ich wieder gehe. Denn ich werde von den Plantagearbeitern eingeladen!...


Dies nenne ich Mal ne Papaya !


100% Max Havelar!


Nach etwas mehr als 20 Minuten Autofahrt erreichen wir die Passhöhe. Und ich hatte recht behalten. Es regnet! Kaum angekommen, fallen die ersten Tropfen. Der Blick auf den „Lake Batur“ ist trotzdem ein sehenswerter. Die Lange Fahrt hat sich mehr als gelohnt. Der See wird von verschiedenen Vulkanen umgeben und die Lava ist hier überall.





Selbst wenn man sich hinsetzt, wird nach wenigen Minuten der Hintern mehr als nur warm… Kaum sind wir wieder am zurückfahren, wird es dann auch schon wieder viel besser mit dem Wetter. Wir wählen aber eine ganz andere Route um zurück zu gelangen. Wir wollen ja noch die unzähligen Reisfelder besuchen. Diese lassen auch nicht lange auf sich warten und wir fahren mit dem Geländewagen quer durch die ganzen Anlagen bis zum Elternhaus meines Chauffeurs. Hier wird mir die harte Arbeit der Reisbauern eindrücklich näher gebracht. Es ist ein echt harte Arbeit, die die Reisbauern jeden Tag(Ein Reisbauer kennt kein Ruhetag) vollbringen.






Nach etwas mehr als 9 Stunden unterwegs komme ich zurück in mein Hotel. Es war ein superspannender, lehrreicher, interessanter und zugleich faszinierender Tag. Kein Wunder bin ich komplett erschöpft und Falle gleich ins Bett.



Die nächsten Tage bin ich etwas ruhiger angegangen, wie ihr sicherlich auch bemerkt habt. Meine Gangart ist nun etwa auf dem Niveau von den Balinesen. Sehr, sehr, sehr gemütlich. So kann es schon mal sein, wenn man beim Frühstück um etwas bittet, die Antwort bekommt: “Ach heute Nachmittag ist dies bestimmt bereit.“ Aus dem heutigen Nachmittag werden dann gerne mal 4 weitere. Naja, sagen wir mal so, ein Schnecken Rennen würde ich bestimmt noch gewinnen, doch bei einem Ameisen Rennen könnte das ganze schon schwieriger werden…




So habe ich mir ein wenig Zeit am Pool, am Strand oder im Dorf von Nusa Dua gegönnt. (Wollte zwar noch Unterwasser, aber meine Erkältung und die Ausrüstung die ich bei der angeblich besten Tauchbasis vorgefunden habe, habe mein vorhaben etwas nach hinten verschoben). So habe ich in 4 Tagen zwei komplette Bücher gelesen. Meine Seele so richtig baumeln lassen und die Stadt Nusa Dua etwas näher betrachtet.



Dabei hatte ich auch etwas Zeit das Hotel etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Je mehr Zeit ich im Hotel verbringe, umso mehr fällt mir das eine oder andere auf, das nicht ganz so läuft wie es sollte. Aber ich bin ja auch nicht als Gastro Kritiker unterwegs, sondern bin und bleibe ein Tourist. Ich nehme das meiste mit einem Lächeln zur Kenntnis und störe mich nur wenig an den meist kleinen Lappalien. Vielleicht habe ich mich doch mehr an die balinesischen Leute angepasst als ich Dachte? Hier wird niemand öffentlich zurecht gewiesen. Eben höchstens mit einem Lächeln wahrgenommen. Es wird im Strassenverkehr sehr viel gehupt, aber niemals um den anderen Verkehrsteilnehmer zurecht zu weisen. Um nur ein Beispiel zu nennen.




So habe ich auch auf meinem Weg durch Bali etwas neues im balinesischem Strassenverkehr kennen gelernt. Wenn man eine Kreuzung, die in alle Himmelsrichtungen Aus- und Einfahrten hat, gerade aus überqueren möchte, schaltet man den Pannenblinker ein und alle wissen, dass man die Kreuzung überqueren möchte. Schon kann man unbedacht das ganze vollziehen.


Mal ein etwas anderer Kreisel !!!


Aber zurück zu Nusa Dua. Die Stadt hat mehrere kleine Dörfer der einheimischen und eine Stadt der Touristen. In die Touristen Stadt kommt man wie immer und überall nur hinein, wenn man den Security check über sich ergehen lässt. Der ist hier noch moderner als ich ihn bisher gesehen habe. So fährt das Auto direkt auf eine der 3 Rampen, um sich von unten durch Videokameras durchsuchen zu lassen. Das Auto wird inspiziert, so dass man gelegentlich sogar dafür aussteigen muss. Dann gelangt man in die eigentliche Touristen Stadt. Bereits auf dem Vorplatz wird das Auto erneut unter die Lupe genommen. Sobald man ausgestiegen ist und in die Stadt (naja, eher ein saumässige überteuerte Einkaufsstrasse) hinein gehen möchte, der nächste Security check. Taschen müssen abgegeben werden, damit diese untersucht werden können. Man selbst geht durch einen Metalldetektor, wie wir es vom Flughafen kennen.



Kommt man dann in das innere dieser „Stadt“(genannt Bali Collection), findet man zahlreiche Restaurant aus allen Kontinenten und Geschäfte der bekanntesten Surfmarken, Sportwaren Hersteller oder Kaffeebude mit Selbstbedienung der bekannten Company die mit Stern beginnt und mit bucks aufhört…Jede Menge Souvenirs(ein Souvenir Laden sogar mit über 1000m2), ein Einkaufcenter, diverse Lebensmittel Läden und Hotels usw. Das ganze wird auch durch ein enorm grossen Golfplatz, der alles andere wie balinesisch aussieht, umgeben. Ich sehe hier ein T-Shirt, das ich bereits in Yogyakarta gesehen habe. Nur kostet dies hier mehr als nur ein vielfaches (IDR 15‘000 in Yogyakarta, IDR 120‘000 in einem Geschäft von Bali Collection), mehr brauche ich wohl nicht mehr zu sagen…(ausser vielleicht IDR= Indonesische Rupie ;-))

Etwa 5 Gehminuten von Bali Collection entfernt, wird es dann bei jedem Schritt wieder etwas authentischer. So sehen die Strassen auch wieder nach balinesischem Stil aus. Die Restaurants sind auch wieder mit einheimischer Küche bestückt, auch wenn hier auf der Speisekarte das eine oder andere chinesische, japanische oder europäische Gericht gefunden wird. Auch ein Biergarten finde ich hier. Wie ich später heraus finde, gehört dieser einem aus dem Süd-Schwarzwald stammenden (Spitzen-)Koch, der seit mehreren Jahren auf Bali in Nusa Dua lebt, eine“ Balinesierin“ geheiratet hat, 2 süsse Kinder grosszieht und mittlerweile eine kleine Restaurant Kette auf Bali besitzt. Das Essen ist echt gut und preiswert. Also das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt für mich.



Auf der gegenüberliegenden Strassenseite gibt es eine sehr schön gemachten Garten. Umgeben von einem kleinen Teich mit ganz vielen Fischen darin. Man sitzt im freien so unter einer Art Haus. Alles ist aus Bambus gemacht. Es läuft hier wenigsten einheimische Musik (wenn auch mit Bob Marley gemischt) und die Speisekarte gibt es auch nur in einer Sprache. Das Bier kostet hier weniger wie im Supermarkt von Bali Collection! Um genau zu sein, fast die Hälfte! Man wird erst noch bedient, kriegt ein Glas aus dem Tiefkühler (was hier echt super ist, denn es braucht nicht lange, bis das Bier die Temperatur des warmen Glases angenommen hat) und einen Flaschenkühler dazu! (Gleiche Sorte und Grösse des Biers)…Wieder ohne Worte!

Die balinesische Küche ist nach meinem Geschmack. Selbst für meinen Gaumen etwas zu scharf, so dass es nicht gerade Ideal für meinen „kranken“ Magen ist, aber was Solls, ich Habs gern… :-) und Preisgünstiger wie die Touristen Buden ist es ja sowieso.



Trotzdem konnte ich nicht wiederstehen, in Bali Collection in ein italienisches Restaurant zu gehen um deren Holzofen Pizzen zu testen. Es stehen viele Teigwaren-, Risotto-, Fleisch-, Fischgerichte und Meeresfrüchte Spezialitäten aus Italien auf der Karte. Ich bestelle eine Pizza. Aber so einfach möchte ich es denen dann doch nicht machen und lasse das Ganze als Calzone mit diversen Extras servieren, vorneweg nehme ich einen Caesar Salat. Nach dem ich ein kühlen „Waschlappen“ und mein Glas balinesischer Rotwein bekommen habe, wird mir ein Brotteller mit Butter und der Salat serviert. Die Sauce schmeckt echt genial, da könnte so manche Beiz in der Schweiz oder Italien sich das Rezept geben lassen…Dann die Pizza. Wiederum nichts auszusetzten. Es stimmt alles, es wird so serviert wie ich es bestellt habe, mit einer perfekten Calzone Form. Der Teig schmeckt ebenfalls wie in Italien. Da kann es nur sein, dass ein europäischer Koch am Werk war…Pech oder eben Glück gehabt?

Der Aufmerksame Leser hat sicher schon gemerkt, dass ich es trotzdem tue! Bin ich doch wieder, auch wenn unbewusst, Gastro Kritiker…Wir Gastronomen sind und bleiben halt die schlimmsten Gäste! ;-) (Ich gebe es wenigsten zu…)

Wenn ich bei jemanden Privat eingeladen bin, ist dies komischer Weise nie der Fall. Oder auch bei mir zu Hause nicht. Schnelle, einfache Küche ist da genau so beliebt, wie ein ausgewöhnliches Menü zuzubereiten für Gäste oder auch mal „nur“ für meinen Schatz und mich. (Nur lässt sie mich nicht gerne alleine in der Küche, warum auch immer :-))

Ich bin ja nicht der Typ der sagt: „He alte, bring mir noch ein Bier wenn du schon nicht geputzt hast weil du lieber im Kaffeekränzchen dich über die anderen lustig gemacht hast und noch zum Friseur musstest um gleich im Geschäft nebenan noch 5 weitere Paar Schuhe zu kaufen!“ .

Ich glaube bei mir würde dies eher so klingen: „Du Schatz, da Du gerade stehst und in Richtung Küche läufst, wärst Du dann so lieb und würdest mir mein Feierabend Bier mitbringen? Ich helfe Dir danach (nach Tageschau und Sportschau)auch gerne im Haushalt, dass dieser schnell gemacht ist und wir uns noch einen schönen Abend im Kino machen können!“

Ich hoffe doch das mich mein Schatz, wenn ich ihn dann endlich wieder in den armen habe, nicht korrigiert und sagt bei Dir klingt dies eher so: „…“!


WM Eröffnungsfeier auf Bali !!! (leider ohne Ton)


Wie auch immer es klingt, ich werde meine Zelte in Bali eine Woche früher als geplant abbrechen. Nicht, dass es mir hier nicht gefallen würde, nein, es hat einen ganz anderen Grund. Dieser hat wiederum mit meinem Schatz zu tun. Ich habe nämlich bereits mein erstes Geburtstags Geschenk von ihr erhalten. Ich werde schon bald eine etwa 100 stündige Reise (alles in allem gerechnet) in der eigentlichen Reise antreten. Ich freue mich tierisch darauf. Mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich auch nicht verraten, ausser, dass ich dem einen oder anderen von Euch näher sein werde, als es im Lieb sein könnte...Im nächsten Beitrag werdet ihr bestimmt die Lösung finden, nur kann es gut sein, dass der nächste Beitrag erst in 1 bis 2 Wochen Online ist. Denn ich bin bereits fast am packen um zu Reisen…


Samstag, 5. Juni 2010

Der traumhafte Tempel als Abschluss einer eindrückliche Fahrt von Yogyakarta nach Denpasar!

Der Blick auf Bandung aus der "Suite"
Ich habe es also geschafft…Ich bin mit dem öffentlichen Verkehrsmittel von Yogyakarta Busterminal über Solo (Surakarta), Purwodadi, Blora, Cepu, Surabaya usw. ganz in den Osten gereist bis nach Ketapang wo ich dann mit der Fähre nach Gilimanuk (Bali) gebracht worden bin und von da aus ging es mit dem selben Bus weiter Richtung Denpasar.


Blick auf Yogyakarta

Ich war also Gut und gerne 24 Stunden in dem Bus (was eine viel zu schöne Bezeichnung für das Gefährt ist) eingeklemmt…Es war eine Super fahrt, abgesehen von meinem hintern der mir jetzt noch schmerzt, wenn ich daran denke…Ich habe die ganze Zeit so gut wie gar nicht geschlafen, es war viel zu spannend, was da alles abging. Na gut, in dem kleinen, engen Stuhl im Bus war auch nicht wirklich an schlafen zu Denken. ;-)

Die Reise begann mit gerade mal 2 Gästen. Einer Indonesierin und mir. Es waren aber sicher 8 Leute im Bus, das heisst, die restlichen 6 Personen gehörten irgendwie zur Crew. Wobei die sich unterwegs mehrmals ab- und auswechselten… Die ganze fahrt ging nur über Landstrassen. Keine einzige Autobahn, Autostrasse oder sonst irgendetwas schnelles… Kaum in ein Dorf hineingefahren ging das „gehupe“ des Chauffeurs los, der Beifahrer streckt seinen Kopf zum Fenster oder Türe heraus und gibt die Dörfer & Städte, die wir passieren, lauthals mehrmals hintereinander von sich. Die am Strassenrand stehenden winken dann dem Beifahrer zu oder eben nicht. Der Beifahrer gibt dabei dem Fahrer immer wieder irgendwelche „Befehle“ wo und wie er lang fahren soll, bzw. wo er anhalten kann. Dies kann gerne Mal mitten auf der Strasse sein…Der Beifahrer steigt aus und verhandelt den Preis mit dem neuen Fahrgast. Was aber viel öfter passiert, ist, dass der Fahrgast gar keiner ist…sondern nur ein riesen Packet oder eine Tasche oder so abgibt, wieder Mal ein Geldschein seinem gegenüber zu streckt und sich wieder aus dem Staub macht. Der Beifahrer und der Fahrer beginnen dann sich mehr oder weniger zu streiten um das Geld oder wer davon wie viel „abkriegen“ soll. Da ich direkt in der vordersten Reihe sitze, kann ich diese „Schauspiel“ nach jedem angefahrenen Dorf, aufs neue beobachten. Durch das, dass wir jetzt als Kuriere unterwegs sind, werden in den Dörfern auch die kleinste Ecken angefahren… Egal, ob eine Strasse dahin vorhanden ist oder nicht.

An „Bord“ des Busses hat es mehr Tiere als Menschen! So fahren Hühner, Ratten, Kakerlaken, Mäuse, Ameisen, Fliegen, Mücken, Bienen und alles Mögliche mit :-). Diese steigen ein und aus, wo und wann sie es gerade möchten…



Die einzigen nicht „Blindenpassagiere“ sind die Hühner. Diese gehören der Indonesischen Frau an Bord (die übrigens die einzige weibliche Person ist und auf der ganzen Fahrt bleibt). Diese Hühner werden kräftig gefüttert, auch wenn sie keinen „offiziellen“ Sitzplatz haben und im Gepäck Stauraum Platz nehmen müssen. Alle anderen Tiere krabbeln, schleichen, fliegen umher wie es ihnen gerade so gefällt. (Denn wie hat Peach gesagt:“ Schlange, Schlängel; Tiger, Tigern & Vögeli, Pfiffed…;-)“) Da von den anderen „zahlenden“ Passagieren niemand sich darüber stört, gehe ich davon aus, dass dies der „Alltag“ in diesen Bussen ist. Also werde ich mich auch nicht daran stören, solange sie mir meinen Sitzplatz nicht streitig machen und mich nicht ärgern oder mit der gesamten Insekten Familie auf mich los gehen, falls ich versehentlich auf eine Kakerlake treten sollte…Nach rund 5 Stunden Fahrt, also so gegen 18.00 Uhr, hält der Bus in mitten eines (Ur-)Waldes, wo es einen grossen Parkplatz hat und ein Gebäude, das eine Decke auf 4 Säulen aufweist. Das Gebäude ist eher eine grosse Halle ohne Seitenwende, Fenster oder so was. Man könnte auch sagen, es ist ein betonierter Platz, der überdacht ist…Da es anfängt zu Regnen, kommt mir diese Dach doch sehr entgegen. Hier wird ein Abendessen serviert, dass im Fahrpreis inbegriffen ist. Den einheimischen scheint es zu schmecken. Ich esse nur ein wenig Reis. Die Beilage ist mir zu undefiniert und zu unsicher. Die Hygienischen Verhältnisse in diesem Waldstück sind noch schlechter als sonst wo, kein Wunder, da es nicht einmal fliessend Wasser gibt…



Dies wird der einzige halt sein und bleiben ohne dass Passagiere ein- und aussteigen. Nach 20 Minuten geht es auch schon wieder weiter. Mittlerweile ist es dunkel und es regnet immer heftiger. Obwohl man nicht mehr aus der Frontscheibe, durch das viele Wasser darauf, sieht, fährt der Fahrer wie nichts wäre und gibt Vollgas und versucht alles aus dem Bus heraus zu holen was raus zu holen ist. Trotz dichtem Verkehr versteht sich. Dabei sind wir nicht wenig auf der Gegenfahrbahn. Auch vor unübersichtlichen Kurven, Steigungen usw. Einfach Lichthupe betätigen und voll drauflos!

Wir sind also ein Personenbus, ein Kurier, Tiertransporter und Geisterfahrer zugleich. Das der Bus nicht die Aufschrift trägt „Ich bin auch ein…“ ist fast ein Wunder, aber dieser Werbeslogan scheint durch unsere Verkehrsbetriebe patentiert worden zu sein! Auch wenn ein Motorrad, Lastwagen oder anderer Bus einem entgegenkommt, wird einfach die Lichthupe betätigt und schon machen alle anderen Verkehrsteilnehmer einem mehr oder weniger Platz. Da kommt es schon vor, dass ein Motorrad ab der Strasse geht und dabei fast hinfällt oder man mit den Rückspiegeln der entgegenkommenden Fahrzeuge leicht kollidiert. Kurz die Hand aus dem Fenster und den Spiegel wieder in die rechte Position bringen und es geht weiter oder eben von vorne los…Hauptsache so wenig bremsen wie möglich, da es ja ewig dauert, bis der Bus wieder seine volle Leistung bringt und die Tachonadel nicht mehr weiter nach rechts Ausschalgen kann. Ihr wisst ja wie ein Chauffeur Hirn funktioniert. Nein? Also, ich bin der Meinung dieses Hirn ist flüssig. Sobald eine Steigung kommt, schwabt dies über und gibt den Befehl:" Du musst jetzt überholen!". Jeder der Autofährt kennt dies bestimmt. Aber die Fahrt von Yogyakarta nach Bali hat mir dies mehr als bestätigt...:-)

Auf der Fähre angekommen, kann ich mir nach gut 16 Stunden unterwegs, endlich wieder einmal die Beine vertreten und strecken. Wir sind die ersten auf dem Schiff, so parkt der Bus zuvorderst bei der Ausfahrtlucke. Bis die Fähre voll ist, dauert es aber keine 15 Minuten und wir legen ab. Die Überfahrt wäre eigentlich keine grosse Sache und in rund 20 Minuten geschafft. Doch das Schiff Kreist gemütlich in der Passstrasse umher…anscheinend findet er keinen anliege Platz der Frei ist. So kann ich den bevorstehenden Sonnenaufgang gemütlich und fast einschlafend beobachten. Doch nun, als die Sonne hinter dem Hügel hervorzukommen scheint, heisst es einsteigen, die Fahrt geht weiter…Ich verlasse also das aussen Deck des Schiffes und sehe ein wenig über die Rehlinge und beobachte dabei, was so alles in dem Gewässer herumschwimmt. Es ist erschreckend, was man da so alles sieht. Da wird alles Mögliche in das Meer geworfen. Anscheinend wird da vor nichts halt gemacht. Da schwimmt eine komplette Mülldeponie an mir vorbei. Echt Krass!

Zudem braucht es hier, so glaube ich, einen extra Führerschein mit Ausbildung um diesen Bus zu Starten. Den dieser läuft und läuft und läuft…besser als jede Duracell Batterie. Es kann natürlich auch sein, dass keiner der Crew Mitglieder diese Ausbildung absolviert hat…So läuft der Bus bereits eine Stunde vor Abfahrt, während des Essens, auf der Fähre, beim Tanken, einfach 24 Stunden am Tag…

Es ist früh morgens, da sehe ich bereits die ersten Kinder die in den Schuluniformen an den Strassenrändern laufen oder auf den Schulbus warten.

Kaum auf Bali angekommen, ist es als wäre man in einem neuen Kontinent gelandet. Nicht zu vergleichen mit Java. Ein komplett anderes Indonesien liegt unter und vor mir. Auch hier wieder geniale Landschaften, Hügel, Flüsse, Bäche, Strände, Wälder, Gestein und natürlich den riesigen Reisterrassen und Feldern. Wunderschön. Das Ganze im Morgenlicht der aufgehenden Sonne, einfach traumhaft. Alles macht einen super schönen und gepflegten Eindruck. Wir kommen an hunderten von Götter Tempeln mit seinen Statuen und Opfergaben vorbei. Einer schöner als der andere. Kein Wunder nennt mal Bali auch „Insel der Götter“ oder „Insel der 1000 Tempel“ aber auch „Letztes Paradies“. Palmen, Strände und Reisterrassen; Hindutempel im Schatten mächtiger Vulkane; Dorfidylle und Bauern, die zugleich Maler, Tänzer und Musiker sind. Wer aus dem kalten Europa hierher kommt, fühlt sich im Garten Eden…

Ich komme also am Busbahnhof von Denpasar (genannt Ubung) mit etwa gut 3 Stunden Verspätung an. Der Hotelmanager und sein Fahrer warten, sichtlich schon etwas länger, auf mich. Sie fragen nach meinem Gepäck, verstauen dies im Kofferraum des Autos und halten mir die Türe auf. Sie scheinen durch das lange Warten etwas im Zeitdruck zu sein und bitten mich, dass ich gleich einsteigen soll. Es bleibt also nach rund 23 Stunden Fahrt nicht einmal Zeit für eine Zigarette…:-(

Der Fahrer scheint nicht Englisch zu sprechen. Er redet kaum, ausser dass er sich über den aufkommenden mittagsverkehr aufregt, glaube ich zumindest…Der Hotel Manager hingegen erklärt mir alles, woran wir vorbei fahren. Er erklärt mir auch, was und wie das dann so im Hotel abgeht. Da bin ich doch einmal gespannt, was für ein Ort ich mir da ausgesucht habe. Wir fahren nicht ganz nach Nusa Dua hinein, sondern biegen rechts Richtung Hügel ab. Vorbei an den vielen kleinen Häusern und grossen Tempeln. Oben auf dem Hügel angekommen und bereits seit mehreren hundert Metern an einer Tempel Wand, biegen wir rechts ein.


Wir gelangen auf einen Vorplatz eines riesigen Tempel Areals. Der Manager erklärt mir, in was für einem Tempel ich wohnen werde. Meine Augen werden immer grösser. Wir fahren also an den vielen kleinen Tempeln in der Anlage vorbei bis zu einem grösseren Gebäude. Darin ist eine Hotelfachschule unter gebracht. Diese Bewirtet auch das Hotel. Das Hotel selber ist ebenfalls so eine Art Tempel. Wunderschön, mit viel Liebe zum Detail, gemacht. Die Geländer, die Decke, alles von Hand in Holz geschnitz mit herrlichen Verzierungen...






Ich bekomme erst einmal einen erfrischenden, frisch gepressten Saft in die Hand gedrückt. Er bittet mich Platz zu nehmen und um ein wenig Geduld, bis er meine 3! Assistenten zusammen getrommelt hätte… So stellt er mir diese 3 Personen vor. Die eine Person ist für meine Aktivitäten zuständig. Das heisst, falls ich in die Stadt möchte oder einen Ausflug machen will oder ein Fahrzeug mieten, etwas essen gehen möchte, für all das ist er zuständig. Ich brauche nur zu Sagen was ich möchte und es wird durch in Organisiert. So wird er jeden Morgen, wenn ich am Frühstücken bin, mich fragen kommen, was ich heute geplant habe und er wird es in die Wege leiten…

Die zweite Person ist meine „Putzfrau“ des Zimmers und zugleich meine Serviertochter für das Frühstück oder sonstige Wünsche die serviert, gereinigt oder auch erklärt werden soll, wo was zu finden ist…

Die dritte Person wird mein Fahrer sein. Was ich auch geplant habe für den Tag, mein „Aktivitäten Butler“ plant mit ihm wo es wie lang geht und dieser fährt mich dann. So ist zum Beispiel der ganze Service im Raum bis Denpasar inbegriffen. Unglaublich dieser Service und dies bei einem 3 Sterne Hotel! So habe ich beispielsweise für heute Abend geplant, nach Nusa Dua essen zu gehen. Habe also dies meinem „Butler“ beim Frühstück mitgeteilt und dieser fragt nur noch auf was ich den Lust hätte zum Essen und um wie viel Uhr ich gerne abfahren würde…Der Rest wird durch meine „Butler“ erledigt. Voll cool :-)

Aber auch der Hotelmanager ist um mich besorgt. So bin ich anreise Tag sichtlich Müde und so gegen 8 Uhr abends ruft er mich auf meinem Zimmer an. Ich hätte doch bestimmt Hunger. Auf was ich denn Lust hätte, er fahre kurz ins nächste Restaurant und serviert es mir auf mein Zimmer. Hier werden einem also die Wünsche nicht nur von den Lippen abgelesen, sondern dies funktioniert hier bestens per Telepathie!

Mir werden von Ihnen auch immer wieder Tipps gegeben, wo ich was am günstigsten kaufen, mieten oder eben Essen kann. Der Service ist echt genial. Kein Wunder hat die Hotelfachschule bei der letzten Meisterschaften mehrere Goldmedaillen geholt… Das Frühstück ist einfach nur „geil“! Man braucht nur zu sagen, was man möchte, schon wird es frisch zubereitet. Kein Buffet das seit Stunden vor sich hin „gammelt“ oder in Wärmebehältern so allmählich zu austrocknen droht. Mann bestellt frische Früchte, sagt welche und schon werden sie für einem geschält, in die richtige Grösse gebracht und mit einer kleinen geschnitzten Garnitur serviert. Das gleiche beim Aufschnitt oder Eierspeisen oder…oder…oder…Echt der Hammer. Das Brot wird erst frisch aufgebacken wenn man sich an den Tisch begibt. So hat man die ganze Zeit schon warmes, frisches Brot. Und die hammerhafte Aussicht über das ganze „Valley“ hinweg. Echt das Paradies!


Blick nach Bali von meinem Zimmer aus (rechte Seite)


Blick gerade aus vom Balkon aus


Blick nach unten :-))

Die Kunden Feedbacks auf diversen Online Portale ist immer überwältigend! (was mich keines Wegs verwundert)Es ist ein sehr persönlicher Service, da es gerade mal 17 Zimmer hat hier.

Ich setzte einfach nochmals ein paar Bilder hinein, ohne diese gross zu kommentieren…So könnt ihr Euch selbst mal ein Bild des Paradieses machen!









Die Tempelanlage grenz an ein grosses Waldstück. Hier hat es ganz viele Libellen, Vögel, Schmetterlinge, Grillen, Grashüpfer, hüpfende Spinnen, Ameisen, Geckos, Eichhörnchen, Hunde, Katzen, Mücken, riesige Fliegen und 5 Tempel eigene Affen.

@ Sister: hier scheinen die Hunde nicht an meinem Arsch interessiert zu sein! :-)

Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich die Balkontüre immer geschlossen halten soll und wenn möglich nichts auf dem Balkon stehen lassen, da es sonst schon vorkommen kann, das die Affen sich als Diebe betätigen…kaum auf mein Zimmer gekommen, habe ich auch bereits Besuch…



Ich kann Stunden lang hier sitzen, nach ganz Bali sehen oder in den Wald hinein. Herrlich diese Geräusche der Natur. „zirpende“ Grillen, Vögel die über den Pool hinweg fliegen um sich die eine oder andere Mücke zu fangen, Libellen die das gleiche Versuchen und sich um die Nahrung mit den Vögeln streiten, Vögel die sich hier an den Pool Rand setzten, sich die Federn etwas nässen um zu kühlen, waschen und natürlich zu trinken. Keine Menschen Seele. Nur die Natur mit einer Vielzahl ihrer Tiere und meiner Wenigkeit! Wirklich wie im Paradies…



Als ich neulich an der BEach sass, hat mich ein Eichhörnchen "veräppelt". Ich sitze unter den Bäumen um etwas schatten zu geniessen. Da höre ich ein rascheln über mir. Und da steht doch auf einmal auf einer Baumgabelung ein Eichhörnchen vor mir. Als es mich ebenfalls entdeckt ist es ganz schnell über alle Berge, bzw. über alle Bäume...Aber anscheinend lasse ich dem "Putzigen" kleinen Kärlchen doch keine ruhe. Aus sicherer Distanz beobachtet es mich. Ich also schnell den Fotoapparat zur Hand und will abdrücken. Sofort verschwindet es wieder im geäste. Dann macht es sichtlich einen Spass daraus. Immer wenn ich abdrücken will, verschwindet es. Damit nicht genug. Jetzt hat es anscheinend richtig Spass an mir gefunden. Es isst genüsslich die Früchte des Baumes. Schält die Früchte und wirft die Schalen nach mir. Es grinst mich dabei voll "verschmitzt" an. Das geht etwa 20 Minuten so, bis ich mit dem Fotoschiessen aufgebe & dafür voller Schalen bin...!



Morgen geht’s einen Tag lang Quer durch Bali. Die schönsten Reisterrassen, Tempel, Vulkane und der Sonnenuntergang. Werde so um die 10 Stunden unterwegs sein und die ganze herrliche Landschaft geniessen können. Natürlich mit meinem Privaten Chauffeur, ganz alleine, so dass ich das Programm auch jederzeit kürzen oder verlängern kann. Er weiss, was ich sehen möchte und da überall wird er mich hinbringen. An all die Orte, wo man am besten Fotos schiessen kann. So werde ich doch im nächsten Beitrag hoffentlich das eine oder andere Foto des Landesinneren, der Hügel und Vulkane, der Reissterrassen, des Sonnenuntergangs usw. mit in den Bericht einbringen können. Ich freue mich also auf ein super schönes, und geniales Bali…bis bald einmal wieder… Jetzt ist mir heiss, ich springe kurz in den Pool… ;-)



Mein Zimmer ist dies ganz oben in der Ecke...