Es ist gut schon wieder fast ein Monat vergangen seit dem letzten Bericht von mir. Auf Hawaii war ich steht’s unterwegs und habe selten Internet gehabt. Dafür gibt es nun wieder einen etwas ausführlicheren Bericht von mir…
Wir sind in Guam stehen geblieben. Zu Guam gibt es eigentlich nicht sehr viel zu Berichten. Die 4 Tage (inkl. An- und Abreise)waren sehr schnell vorbei. Es war schön da, mehr aber auch nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass alles etwas mit dem schlechten Beginn zu tun hat. Der bittere Beigeschmack ist die ganze Zeit über nicht von meiner Seite gewichen. So kam in den 2 „freien“ Tagen die Stimmung auch nie richtig auf.
Guam nennt sich ja der Ort, wo der Tag in Amerika beginnt. Dem kann ich nicht ganz zustimmen, für mich beginnt der Tag in Amerika nämlich auf Hawaii! So habe ich mich in Guam um 06.00 Uhr am Morgen in den Flieger gesetzt um nach Hawaii zu kommen. Das ganze am Samstag, 31.07.10. Um 06.30 Uhr ging es dann auch los. Der Flug dauerte ganze 7 ½ Stunden. Ich kam aber nicht 7 ½ Stunden später in Hawaii an, sondern einen Tag früher(also Freitag, 30.07.10)um 18.00 Uhr! Der Flieger ist so schnell geflogen, dass er sich in eine Zeitmaschine verwandelt hat und mir so einen Tag schenkte…;-) Nein, nicht wirklich. Die Angaben dich ich geschrieben habe sind alle samt richtig. Der Grund ist, dass wir die Datumsgrenze überflogen haben und deswegen fast einen gesamten Tag gewonnen haben. So beginnt für mich der Tag in Hawaii und nicht einen Tag später auf Guam…
Gelandet bin ich in Honolulu auf der Insel Oahu. Für die meisten Touristen ist Honolulu das erste Ziel das sie auf Hawaii ansteuern und leider auch das einzige…Es ist nämlich viel mehr als nur Strand und Sonne. Viele Badefreudige treffen sich hier in Waikiki am bekannten Strand. Das Hinterland bleibt meistens auf der Strecke. Ohau ist die drittgrösste Insel der Gruppe. Zwar leben hier rund 70 % der Gesamtbevölkerung von Hawaii, doch von denen wiederum gut 80% in und um Honolulu. So gibt es viel Platz für Ananasfelder, kleine Dörfchen und viel Naturschönheit.
Honolulu ist die Hauptstadt des Staates. Es ist eine moderne Metropole und gilt sogar als grösste Stadt im Pazifik. Es bildet so eine Art Schnittpunkt von Asien und Amerika. Der Rummel in den Strassen ist für einige Tage amüsant und ist für mich der ideale Einstieg in die Inselwelt von Hawaii.
Honolulu(bedeutet geschützte Bucht) mit dem glamourösen Badevorort Waikiki, dem weissen Sandstrand und Türkis schimmernden Wasser. Bei genauerem Hinsehen mischt sich aber sehr reizvoll die Elemente einer Grossstadt mit denen des alten Hawaiianischen Königreichs. Die nähe der Stadt stört keineswegs, sondern gibt eher Abwechslung zum Strandurlaub.
Hier gibt es Einwanderer aus Amerika, Europa und vor allem aus Asien. Und diese leben ausgesprochen friedlich miteinander. Die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren sind Tourismus und Militär. Touristischer Nabel von Honolulu ist aber Waikiki. Hier ist alles sehr gut zu Fuss oder per Taxi erreichbar. Oder man nimmt den Waikiki-Trolley ( ein originelles Gefährt), das zwischen allen wichtigen Attraktionen verkehrt.
Ich wollte aber mehr sehen als „nur“ Strand, Stadt und Militär. So habe ich mir eine 9 tägige Reise zu 3 weiteren Inseln zusammengestellt und gebucht. Die erste Insel die ich angeflogen habe ist Hawaii. Oder auch Big Island genannt. Es ist die grösste Insel. Es bietet daher auch die grössten Kontraste. Die Landschaftliche Vielfalt der Insel ist überwältigend. Idyllische Buchten, riesige Rinderweiden, dampfende Regenwälder und karge Lavawüsten. Die Überreste von Tempelanlagen geben einen kleinen Einblick in die einstige Macht der Häuptlinge hier. Auf den anderen Inseln ist alles sehenswerte in Kürze zu erreichen und zu Besichtigen. Auf Big Island braucht man hingegen mehrere Autostunden um von einem Ort zum anderen zu kommen. Die Insel ist doppelt so gross wie die anderen Inseln zusammen.
Mauna Kea und Mauna Loa sind die höchsten Gipfel des Archipels (4202 m bzw. 4169m). Wenn man von der Basis ausgehen würde, dürfte man den Mauna Kea sogar als grössten Berg der Welt bezeichnen (9700 m). Den die Tiefe des Meeresbodens ist 5500 m! Der Kilauea im Osten der Insel (ein Ableger des Mauna Loa) sprudelt munter immer neue Lava aus dem Erdinnern. Da er dies ganz nach dem Hawaiianischen Prinzip macht – ganz sanft und freundlich- nennen ihn die Insulaner auch Drive - in -Vulkan…So wächst jedes Jahr Big Island um ein paar Hektar. Im Osten bestehen die wenigen Strände aus körnigem, pechschwarzem Lavasand. Doch das feuchte Klima mit der tropischen Vegetation überwuchert das Lava schnell. Der Fruchtbare Boden ist ideal für Obstplantagen oder für die Blumenzucht. Die Westseite hingegen steht im Regenschatten der Vulkane. Hier herrscht trockenes, sonniges Klima. Rund die Hälfte aller Einwohner von Big Island wohnt hier.
Hier war bis vor kurzem noch eine Strasse....
Ich besuche den Hawaii Volcanoes National Park. Es ist die Topattraktion der Insel. Nirgendwo sonst auf der Welt kannst du so gut und sicher vulkanische Aktivität beobachten. Doch der Schwefelgeruch ist nicht jedermanns Sache. So ist auch ein Teil des Parks geschlossen, wegen zu starken Aktivitäten und zu hoher Schwefel Konzentration in der Luft! Aber auch bei der Wahl der Kleidung sollte auf ein paar Sachen geachtet werden. So sind Turnschuhe wegen der Gummisohlen nicht empfehlenswert. (die Sohle schmilzt!) Die Insel hat aber auch tolle Wasserfälle in mitten üppiger Vegetation zu bieten.
ohne die Tafel wäre ich bestimmt durchgefahren...
Da kommt wohl was im Meer an...
Meine zweite Insel auf der Rundreise (eigentlich die dritte mit Oahu), ist Maui. Oder die Insel mit dem Haus der Sonne. Nach der hawaiianischen Mythologie fing einst der Halbgott Maui mit seinem Lasso am Gipfel des Hauptvulkanes der Insel die Sonne ein. Er liess sie erst wieder frei, als sie ihm versprochen hatte, ihre tägliche Bahn über seiner Insel zu verlangsamen. Hier ist die richtige Mischung zwischen buntes Leben am Strand und stille Natur im Hinterland. So bekam auch die Insel den Namen des Halbgottes und der Vulkan den Namen Haus der Sonne (Haleakala). Maui ist mit seiner Fläche von 1885 km2 die zweitgrösste Insel. Nach Oahu auch die beliebteste. Der Touristen Rummel und der Bauboom schwappen von Waikiki nach Maui. So gibt es eine trendige Strand- und Surferszene. Viele Golfplätze und angeblich ein lebendiges Nachtleben.
Eine etwa 10 Kilometer breite Landbrücke verbindet die beiden Gebirgsmassive. Der grosse Bergstock des etwas mehr als 3000 Meter hohen Haleakala Crater und die flacheren West Maui Mountains. An den sanft ansteigenden Hängen der Berge findet sich fruchtbarer Boden (tief rot). Er bildet die Grundlage für Mauis blühende Landwirtschaft. Es gibt vor allem Zuckerrohr, exotische Früchte, Ananas, Gemüse und sogar Wein. Auf dem Haleakala gedeiht aber, im kargen Lavagestein, der einheimische Silberschwert. Eine seltene Pflanzenart.
Mich zieht es also in die Berge und somit die 60 Kilometer lange Highway hinauf zum Gipfel des Schildvulkanes von Mount Haleakala. Mit einer Länge von etwa 11 Kilometer und einer Tiefe von rund 1000 Meter ist er einer der grössten Krater der Welt. Am Gipfel angekommen sieht man vor einem eine gespenstische Stille Mondlandschaft, vielfarbige Aschekegel, erkaltete Lava in Grau-, Rot- und Braunschattierungen und kleine Krater. Der Krater bildet den Lebensraum für die seltenen Nenegänse oder eben dem Silberschwert. Auch eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Inseln bietet sich hier.
Meine letzte Station auf Hawaii ist Kauai. Der Spitzname für diese Insel lautet Garteninsel. Und dies zurecht. Denn es gibt viele tropische Palmen und die Klippen sinnt grün umrankt. Es ist die westlichste und älteste der Hawaii Inseln. Im Norden ragen die Na Pali Cliffs fast 1000 Meter über dem Meer. Im Südwesten findet man lange, einsame Dünenstrände und im inneren klafft die gewaltige Schlucht des Waimea Canyon. Es gibt aber auch den Mount Waialeale, der mit rund 12 m Niederschlag pro Jahr der regenreichste Punkt der Erde ist. So wundert es nicht, dass es hier zahlreiche Wasserfälle gibt. Man fühlt sich hier oft einige Jahrzehnte zurückversetzt. Für mich verkörpert Kauai mit seinen steilen klippen, grünen Tälern und den herrlichen Strandbuchten am besten das Idealbild von Hawaii. Zu den Highlights der Insel zählen für mich: der atemberaubende Blick über das Kalalau Valley und die Na Pali Coast, das Spouting Horn, das seine Gischt bis zu 15 Meter hoch speit und das Kilauea Point Lighthouse von 1913.
Eines bleibt sich aber fast überall gleich: Wind und Wellen. So sind die Surfer nie weit. Denn, ohne Surfbrett geht hier gar nichts. Die Hawaiianer kommen mit dem Surfbrett unter den Füssen zur Welt. Und die Szene erfindet sich immer wieder neu. Der neuste Schrei: Tow-in-Surfing. Weil die Brandungen so gigantisch sind, lassen sich extrem Surfer mit dem Jet-Ski in die Riesenwellen ziehen. (Am beliebtesten ist Jaws auf Maui mit den höchsten Wellen der Welt.
Mit der Kraft der Naturelementen in Einklang kommen - das ist Surfen!
Für mich geht es weiter nach Kalifornien. Amerika liegt in Kalifornien! Mit 36 Millionen Einwohner der grösste Staat der USA. Dramatische Landschaften, schillernde Megastädte, ein bunter Mix der Bewohner - der Golden State hat einfach alles. Hier werden Trends gesetzt, im Sport und in der Mode, ebenso wie in der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung.Ich lande in Los Angeles. Der Begriff Grossstadt ist schlicht untertrieben. Ein Stadt Monster mit Schnittpunkt zwischen erster und dritter Welt. Rund 13 Millionen Menschen leben in dieser Stadt. Man fährt auf 10 spurigen Autobahnen und steht immer noch im Stau. Das Bruttosozialprodukt der Stadt ist grösser als das von ganz Australien! Aber es ist viel mehr als diese wirtschaftsdaten zum Ausdruck bringen. L.A. ist gleichbedeutend mit dem Lebensgefühl der West Coast, der Surfer und Jogger, der Hippies und Yuppies. Aber auch die Filmwelt ist seit über 80 Jahren hier zu Hause und bildet die Traumfabrik für Millionen Zuschauer Weltweit.
Ich konnte es mir natürlich nicht entgehen lassen und den Walk of Fame in Hollywood abzulaufen. Aber auch das Kodak Theater (wo die Oscar’s verliehen werden) habe ich mit einer tollen Führung hinter den Kulissen besucht. Man wird hier schnell in den Bann der Reichen und Schönen gezogen. Der Oscar stand bereits bereit für mich. Doch kam ich irgendwie nicht an in heran, da er hinter Panzerglas versiegelt auf mich wartete…Jedenfalls wurde mir versichert, dass mein Stern für den Boden bereits in Arbeit sei. Eine Einladung von David Lettermann oder Jay Leno habe ich leider noch nicht erhalten. So werde ich morgen Richtung Las Vegas in Nevada aufbrechen und mein Glück da versuchen…
Aber die Universal Studios in Hollywood konnte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Der Park ist einfach riesen gross. Gleich nach der Tür Öffnung am Morgen ging ich zur Studio Tour. Diese dauert rund eine Stunde und hat so einiges zu bieten. So war ich beispielsweise am Set zu Desperate Housewives oder fuhr durch einen neuen Tunnel, der auf einer 360° Leinwand King Kong in 3D zeigt. Aber auch die Wagen der Serien und Filme sind hier ausgestellt. So zum Beispiel der Ferrari von Magnum oder die Autos von Fast and the Furious. Und, und, und… Auch Achterbahnen gibt es hier. Natürlich zu den Filmen von den Universal Studios. Auch gute Themen Veranstaltungen die einem den Einblick hinter die Kulissen der Filmwelt bringt und einem etwas aus der Trickkiste der Filmemacher zeigt.
Kaum hatte es sich herum gesprochen dass ich in Los Angeles bin, kamen Sie alle, die grossen Stars und wollten das eine oder ander von mir...:
Er....
...wollte mit mir über die UBS diskutieren...
Er...
...will einen Film mit mir in der Hauptrolle drehen...
Sie...
...wollte unbedingt mit mir in den Ausgang...
Sie...
...möchte mich unbedingt für ihr neues Video...
Er...
...hat ein Liedchen für mich gesungen und will mich als SIR vorschlagen...
Er...
...war etwas genervt, weil er wegen Elton auf mich warten musste...
Sie...
...hat für mich getanzt...
Er...
...kam direkt von den Dreharbeiten vom 4. Piraten Film...
Sie...
...wollte mir unbedingt ihre (Briefmarken-) Sammlung zeigen...
Er...
...meinte, da er wieder Single ist, hätte er Zeit um mit mir zu Golfen...
Er...
...verstand den rummel um mich überhaupt nicht...
Er...
...war noch genervter als Georg (und zu heiss war ihm auch)...
Und er...
...fand das ganze nur komisch und hat sich ne Zigarre angesteckt!
P.S.: Für alle die gekommen waren und ich hier nicht reingeseztz habe, sorry, vielleicht beim nächsten Mal... :-)
Der Santa Monica Pier mit seinem kleinen Freizeitpark darauf durfte ich mir auch nicht entgehen lassen. Mir bleibt nur eines dazu zu sagen, um mal in den Worten von Obelix zu reden:
„ Die spinnen, die Amis“ :-)
Die Beach mit seinen Skatern, Rollbrettfahrern, Velofahrern und Muskelmännern ist auch ganz amüsant. Die Lifeguard erinnern aber bereits wieder an die Filmwelt und Serien Hits wie Baywatch…
Die Luft ist hier Sauber. Die Strassen sind Fussgänger und Fahrrad freundlich. Die Strandpromenade ist laut und bunt. Strassenkünstler beschwören Schlangen oder lesen einem aus der Hand, es wird überall für die Legalisierung von Marihuana demonstriert und zu den Ärzten vor Ort eingeladen, Souvenirläden bieten tausende von T-Shirts und dies alles während Surfer mit ihren Brettern unter dem Arm der perfekten Welle entgegen Rennen…
Doch ich hatte noch nicht genug von den Achterbahnen. Also auf zu den Six Flags Mountains. Da gibt es Achterbahnen und Achterbahnen und sonst noch Achterbahnen. Ein riesen grosser Park. Eine Bahn an der anderen und eine verrückter als die andere! Haarsträubend, atemberaubend und wahnsinnig. Eben; „die spinnen, die Amis“. ;-)
Andere Themen wie: Smog, Erdbeben, Strassenkämpfe usw. würden den Rahmen des Blogs wahrscheinlich sprengen, denn...
L.A. ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, der Träume und es gibt keine Massstäbe!!!