Mittwoch, 22. September 2010

Alles hat ein Ende…nur…

…da gibt es ja verschiedene Versionen…alle die sich auf das Oktoberfest freuen , denen ging bestimmt diese Version durch den Kopf…nur die Wurst hat zwei!

Ganz so ist es nicht ;-) ! Auch wenn ich mich auf das Oktoberfest freue kann, ging mir nur das eine durch den Kopf;

Es hat noch lange kein Ende!!!!

(Da mein Internet Zugang noch nicht auf "Hochtouren" läuft, wird dieser Beitrag leider ohne Fotos veröffentlicht... aber Fotos werden folgen!)
Durch das, dass ich die Reise und somit mein Traum erfüllt und angeblich eben beendet habe, ist es nicht getan! Nun geht es erst LOS! Ich bin wieder hier, in meinem Revier… Wäre der nächste Titel! Ich fühle mich wieder ZUHAUSE! Klingt komisch, is aber so!

Dank einem grossen Teil der Anika, kam ich wieder in ein Zuhause, das sowohl belebt ist, wie gleichzeitig eine Baustelle! (@ this point, natürlich auch an meine „Sister“ ; Danke!)

Mich hätte eine verstaubte Bude, die ich vor 4 ½ Monaten verlassen hatte, einfach umgehauen. Der Empfang ist aber alles andere als dies. Denn, auch wenn ein Meer von Gerüst um das gesamte Haus gebaut ist, blühen die Pflanzen in der Wohnung! Der Kühlschrank und das Bad wurden frisch bestückt. Auch wenn noch einige Ecken in der Wohnung von Baustelle erinnern (und dies noch bis Dezember!), so wie dass mein ganzer Balkon im Wohnzimmer steht, inkl. Satteliten Schüssel, Grill und der gleichen…es ist ein sehr warmer Empfang!

ZUHAUSE!!!

Oh Mann! Hast du es immer noch nicht kapiert? Ich bin wieder ZUHAUSE! Mmmhhhhh…klingt komisch! Iiissssss ABER Sooooooooo! ) Ich habe wieder Schweizer Boden unter den Füssen! Ohne irgendwelche Beamte die sich über mein Pass und meine Visa aufregen und aufgeilen! Einfach zu Hause! Aber es ist noch lange, lange nicht zu ENDE!!! (I‘m Sorry, aber der Schluss kommt erst nach ein paar Seiten, Bildern und komischen Kommentaren des Autors…)

Ich fahre also von Los Angeles nach ? Genau in die Wüste von Nevada mit einer, mitten in der Wüste liegenden Oase…? Fata Morgana ? Echt? Traum? Wahr? Nicht wahr? Mmmhhhh..Nein, Deal or no Deal! Nach einer Fahrt durch Gebirge und Wüste(oder war es die Hölle..?)kommen einem immer mehr Gebäude ähnliche Bauten entgegen…mmmhhh…Wüste, Sand, Berge, (jedenfalls genug gross, um sie in dieser Gegend nicht „Hügel“ zu nennen) LICHT!!!Ich sehe nichts mehr! Alles Blendet! Selbst durch meine hundertausentfachst verdickte UV-Brille! HILFEEEEEEEE!!!!!!!....ach Nein, alles Easy, keine Panik…den Funk zur Hand…911…? Nein es ist alles in Ordnung…ich bin nur gerade durch einen kleinen Orkan gefahren…aber es geht mir gut,! Ist ja nur LAS VEGAS! Aber…ES BLENDEÄÄÄÄÄTTTT!!! Danke und Over…

So in etwa ist es mir bei der Suche nach dem Glück ergangen…hat der Aufmerksame Leser eigentlich bemerkt, dass ich mittlerweile an meinem letzten Blog angehängt habe? Egal…Alles hat eine Ende…nur…die Wurs....pppppsssssssttttt…ruhe jetzt auf den billigen Plätzen!!!

Vegas! Las Vegas! Ich bin in der Wüste und Treffe mitten von Sanddünnen, diesmal Berge und Hügel, Gebäuden die nicht mehr nur nach „WesternCity Charakter“ bestehen, sondern Paläste! Jedes Hotel ein eigener Palast. Bestehendes aus Casino, dass so viel grösser ist, als alle Schweizer und deren umliegenden Casinos zusammen genommen! Dann natürlich eine riesen Einkaufzentrum dazu…alles was du in den nächsten 24 Stunden brauchen kannst, gibt es zu kaufen! Modeboutique, Frisör, Apotheke mit Supermarkt und Spirituosen Fachmarkt in einem, Theater, Kino, Fernsehstudio, Coffeshop, Sandwich Corner, Hamburger Bude(n),Pizzaläden…wenn du willst fährst du kurz mit der Gondel durch Venedig, besteigst den Eifelturm, fährst Achterbahn durch ganz New York City. Trinkst du heute deinen guten Morgen Kaffee in Frankreich oder doch in Italien, oder doch amerikanisch im Starbucks? …All dies ist Las Vegas! In jedem Hotel, eine eigene Stadt (oder Land!). Mitten in der Wüste! Las Vegas…Auch das umliegende von Las Vegas hat schon zu viele Male sein Gesicht als Filmkulisse hinhalten müssen…aber dazu, nach dem ich doch mein Glück wagte…

Show, show, show und nochmals show! Amerika! Da brauchst du kein Kino, dass erlebst du Tag täglich auf den Strassen! Du sitzt im Casino, kannst dir die „CSI-Las Vegas“ Ausstellung mit seinen Labors ansehen…bei den Aufnahmen der Talkshows, der Night Shows dabei sein und, den Shows und den Shows…Shows, Shows, Shows, und gleich nochmals….es ist alles nur Show! Amerika, das Land der Träume, Freiheit und Abenteuer! Mmmhh..habe ich dies richtig mitbekommen? Ist der, der gerade noch neben mir stand abgeführt und verhaftet worden? Ja es ist so, Paris Hilton ein paar Minuten später gleich dazu…! Fernsehen, Kino, Show! 24 Stunden am Tag. Überall Licht und Glamour. Von Los Angeles bis Las Vegas! Aber eine Natur dazu! Was für eine Region! Früher lockten Gold und Öl, heute Freiheit und Abenteuer. Zu Recht! Grandiose Landschaften aus unzähligen Roadmovies, Western und sogar Science Fiction Streifen…Hier ist man beim Rafting oder Biken, beim Surfen oder Skifahren oder steht in einem Nationalpark und bestaunt feuerrote Schluchten, Blickt auf Traumstädte wie Las Vegas oder San Francisco! Der Westen von Amerika, was für eine Region!



Als ich merkte, dass ich hier nicht Reich werden kann, habe ich Nevada wieder verlassen. Ich fahre weiter, bzw. zurück nach Kalifornien durch das Death Valley. Quer durch das Tal des Todes in der Mojavewüste. Die ganze Wüste wird von bis zu 3000 Meter hohen Bergen umrahmt. Das Tal senkt sich bis 86 Metern unter den Meeresspiegel. Der tiefste Punkt der USA. Und der heisseste Fleck der Erde…über 57 Grad werden hier im Hochsommer gemessen. Bei mir waren es 54 Grad. Dies hat mehr als gereicht! Hier fährst du über einsame Canyons, vorbei an ausgetrockneten Salzseen und führt dich zu farbenprächtigen Felsformationen. Eine Fahrt durch das Tal kann schnell zur Tortur werden. Hier „kämpfst“ du mit ganzen anderen, neuen Problemen. Die Elektronik fängt an zu spinnen. Der Motor droht zu überhitzen. Handynetz, Zivilisation, Wasser oder irgendwas in der Art, Fehlanzeige. Klimaanlage kurz einstellen, damit sich alle elektronischen Geräte kurz abkühlen können. So, dass wenigstens das „Navi“ dich auch wieder aus dem Tal bringt. Aber nur kurz einschalten, sonst überhitz das Auto! Tempomat auf keinen Fall einschalten, aus dem gleichen Grund. So geht es die ganze Fahrt über. Situationen die du im Alltag sicher nicht bewältigen musst. Zuhause muss man eher aufpassen, dass die Elektronik nicht einfriert, Wasser ist immer genügend da…usw.

Alle hat ein Ende…nur…Hier bestimmt nicht, auch wenn die Geier bereits über einem ihre Kreise ziehen wie in den besten Westernklassiker. Dann kommt der Thomas D ( Der eine Schlag…). Ich denke es ist eine gute Zeit, hier im Tal des Todes mich einmal zu bedanken. Alle denen die mich bei meinem vorhaben immer unterstütz haben, bei denen, die mich moralisch, psychisch, physisch, und auf allen anderen Arten unterstütz haben. Ich nenne keine Namen, die Personen die es betrifft, werden hoffentlich wissen wer ich meine… Der grösste Dank gilt aber zwei Menschen, mit denen ich auch sehr regelmässig Kontakt hatte. Mit Anika hatte ich den grössten Kontakt und hat einiges zu der Super Zeit unterwegs beigetragen und mich mehr als nur Unterstütz bei allem was ich unterwegs geplant und durchgeführt habe. Auch auf mein „Home“ wurde aufgepasst und gesorgt. Da gilt der Dank wiederum Anika und meinem Bruder (genannt, Sister!) . Also doch noch Namen… Aber einfach nur Danke euch allen auch für das zahlreiche Lesen meiner Beiträge!



Ich fahre wieder an die Küste von Kalifornien. Ich habe mich nämlich entschieden, den Highway 1 bis San Francisco zu nehmen. Es ist ein schmaler und sehr kurvenreiche Strasse. Aber er zählt zu den schönsten Küstenstrassen der Welt. Die Steilküste mit seinen malerischen Buchten und klippen ist kaum erschlossen. Nur einige wenige (Aussteiger) wohnen in der Umgebung des Ortes Big Sur. Echt eine traumhafte Strasse. Leider herrscht zu dieser Jahreszeit meist dicker Nebel. So auch, als ich die Strasse entlang „schlängle“. Auch im Nebel ist die Küste aber sehr Sehenswert.

So gelange ich nach San Francisco. Zu den eleganten viktorianischen Häuser, zur imposanten Golden Gate Bridge, dem Flair einer Vielvölkerstadt an einer grandiosen Lage auf einer hügeligen Halbinsel zwischen San Francisco Bay und Pazifik. Hier lässt es sich definitiv aushalten. Die Stadt beeindruckt durch die höchst unterschiedlichen, bunten Viertel: Der Castro District gehört den Schwulen, der Fisherman’s Wharf den Touristen, Union Square und Market Street bilden das Geschäftszentrum, an der Montgomery Street türmen sich Glaspaläste und das Viertel Haigt Ashbury ist das alte Viertel der Hippiegeneration.

Nicht fehlen darf natürlich eine Fahrt mit den legendären Cable Cars. Die gut hundert Jahre alten Wagen verkehren im Zentrum.

Chinatown besteht aus acht Strassenzügen beiderseits der Grant Avenue. Es ist die grösste chinesische Siedlung Amerikas mit Tempeln, Delikatessenläden und guten Restaurants!

So gut es sich auch in dieser Stadt aushalten lässt, es zieht mich nach Hause. Ich bin nicht mehr Aufnahme fähig! Reisemüde! So komisch es auch klingt. Aber nach so vielen Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen, ich muss nach Hause! Meine Festplatte ist voll! Bevor es ein kompletter Systemabsturz zur Folge hat, gehe ich mit grossen Erfahrungen, Eindrücken und riesiger Vorfreude auf die Schweiz Heim!

Zuhause ist alles noch gleich und trotzdem alles anders. Oder ist alles anders weil es noch gleich ist?

Alles hat ein Ende…nur…Jedes Ende ist ein Anfang! Somit ist ein Traum gelebt und gleichzeitig der Anfang um weitere Träume zu Leben!

Ich bin wieder hier, in meinem….

Eines was mich auf dem ganzen Weg begleitet und mehr als nur bestätigt hat;

Es kommt nicht darauf an woher du kommst, sondern wohin du gehst!!!

Für alle weiteren Fragen stehe ich Euch doch gerne persönlich zur Verfügung!!!

Euer

POLO :-)

Mittwoch, 25. August 2010

Mit der Zeitmaschine nach Hawaii zu einem freundlichen Aloha und zu dem Glamour von Hollywood

Aloha allerseits!
Es ist gut schon wieder fast ein Monat vergangen seit dem letzten Bericht von mir. Auf Hawaii war ich steht’s unterwegs und habe selten Internet gehabt. Dafür gibt es nun wieder einen etwas ausführlicheren Bericht von mir…



Wir sind in Guam stehen geblieben. Zu Guam gibt es eigentlich nicht sehr viel zu Berichten. Die 4 Tage (inkl. An- und Abreise)waren sehr schnell vorbei. Es war schön da, mehr aber auch nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass alles etwas mit dem schlechten Beginn zu tun hat. Der bittere Beigeschmack ist die ganze Zeit über nicht von meiner Seite gewichen. So kam in den 2 „freien“ Tagen die Stimmung auch nie richtig auf.

Guam nennt sich ja der Ort, wo der Tag in Amerika beginnt. Dem kann ich nicht ganz zustimmen, für mich beginnt der Tag in Amerika nämlich auf Hawaii! So habe ich mich in Guam um 06.00 Uhr am Morgen in den Flieger gesetzt um nach Hawaii zu kommen. Das ganze am Samstag, 31.07.10. Um 06.30 Uhr ging es dann auch los. Der Flug dauerte ganze 7 ½ Stunden. Ich kam aber nicht 7 ½ Stunden später in Hawaii an, sondern einen Tag früher(also Freitag, 30.07.10)um 18.00 Uhr! Der Flieger ist so schnell geflogen, dass er sich in eine Zeitmaschine verwandelt hat und mir so einen Tag schenkte…;-) Nein, nicht wirklich. Die Angaben dich ich geschrieben habe sind alle samt richtig. Der Grund ist, dass wir die Datumsgrenze überflogen haben und deswegen fast einen gesamten Tag gewonnen haben. So beginnt für mich der Tag in Hawaii und nicht einen Tag später auf Guam…



Gelandet bin ich in Honolulu auf der Insel Oahu. Für die meisten Touristen ist Honolulu das erste Ziel das sie auf Hawaii ansteuern und leider auch das einzige…Es ist nämlich viel mehr als nur Strand und Sonne. Viele Badefreudige treffen sich hier in Waikiki am bekannten Strand. Das Hinterland bleibt meistens auf der Strecke. Ohau ist die drittgrösste Insel der Gruppe. Zwar leben hier rund 70 % der Gesamtbevölkerung von Hawaii, doch von denen wiederum gut 80% in und um Honolulu. So gibt es viel Platz für Ananasfelder, kleine Dörfchen und viel Naturschönheit.

Honolulu ist die Hauptstadt des Staates. Es ist eine moderne Metropole und gilt sogar als grösste Stadt im Pazifik. Es bildet so eine Art Schnittpunkt von Asien und Amerika. Der Rummel in den Strassen ist für einige Tage amüsant und ist für mich der ideale Einstieg in die Inselwelt von Hawaii.



Honolulu(bedeutet geschützte Bucht) mit dem glamourösen Badevorort Waikiki, dem weissen Sandstrand und Türkis schimmernden Wasser. Bei genauerem Hinsehen mischt sich aber sehr reizvoll die Elemente einer Grossstadt mit denen des alten Hawaiianischen Königreichs. Die nähe der Stadt stört keineswegs, sondern gibt eher Abwechslung zum Strandurlaub.

Hier gibt es Einwanderer aus Amerika, Europa und vor allem aus Asien. Und diese leben ausgesprochen friedlich miteinander. Die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren sind Tourismus und Militär. Touristischer Nabel von Honolulu ist aber Waikiki. Hier ist alles sehr gut zu Fuss oder per Taxi erreichbar. Oder man nimmt den Waikiki-Trolley ( ein originelles Gefährt), das zwischen allen wichtigen Attraktionen verkehrt.




Ich wollte aber mehr sehen als „nur“ Strand, Stadt und Militär. So habe ich mir eine 9 tägige Reise zu 3 weiteren Inseln zusammengestellt und gebucht. Die erste Insel die ich angeflogen habe ist Hawaii. Oder auch Big Island genannt. Es ist die grösste Insel. Es bietet daher auch die grössten Kontraste. Die Landschaftliche Vielfalt der Insel ist überwältigend. Idyllische Buchten, riesige Rinderweiden, dampfende Regenwälder und karge Lavawüsten. Die Überreste von Tempelanlagen geben einen kleinen Einblick in die einstige Macht der Häuptlinge hier. Auf den anderen Inseln ist alles sehenswerte in Kürze zu erreichen und zu Besichtigen. Auf Big Island braucht man hingegen mehrere Autostunden um von einem Ort zum anderen zu kommen. Die Insel ist doppelt so gross wie die anderen Inseln zusammen.




Mauna Kea und Mauna Loa sind die höchsten Gipfel des Archipels (4202 m bzw. 4169m). Wenn man von der Basis ausgehen würde, dürfte man den Mauna Kea sogar als grössten Berg der Welt bezeichnen (9700 m). Den die Tiefe des Meeresbodens ist 5500 m! Der Kilauea im Osten der Insel (ein Ableger des Mauna Loa) sprudelt munter immer neue Lava aus dem Erdinnern. Da er dies ganz nach dem Hawaiianischen Prinzip macht – ganz sanft und freundlich- nennen ihn die Insulaner auch Drive - in -Vulkan…So wächst jedes Jahr Big Island um ein paar Hektar. Im Osten bestehen die wenigen Strände aus körnigem, pechschwarzem Lavasand. Doch das feuchte Klima mit der tropischen Vegetation überwuchert das Lava schnell. Der Fruchtbare Boden ist ideal für Obstplantagen oder für die Blumenzucht. Die Westseite hingegen steht im Regenschatten der Vulkane. Hier herrscht trockenes, sonniges Klima. Rund die Hälfte aller Einwohner von Big Island wohnt hier.


Hier war bis vor kurzem noch eine Strasse....

Ich besuche den Hawaii Volcanoes National Park. Es ist die Topattraktion der Insel. Nirgendwo sonst auf der Welt kannst du so gut und sicher vulkanische Aktivität beobachten. Doch der Schwefelgeruch ist nicht jedermanns Sache. So ist auch ein Teil des Parks geschlossen, wegen zu starken Aktivitäten und zu hoher Schwefel Konzentration in der Luft! Aber auch bei der Wahl der Kleidung sollte auf ein paar Sachen geachtet werden. So sind Turnschuhe wegen der Gummisohlen nicht empfehlenswert. (die Sohle schmilzt!) Die Insel hat aber auch tolle Wasserfälle in mitten üppiger Vegetation zu bieten.


ohne die Tafel wäre ich bestimmt durchgefahren...


Da kommt wohl was im Meer an...


Meine zweite Insel auf der Rundreise (eigentlich die dritte mit Oahu), ist Maui. Oder die Insel mit dem Haus der Sonne. Nach der hawaiianischen Mythologie fing einst der Halbgott Maui mit seinem Lasso am Gipfel des Hauptvulkanes der Insel die Sonne ein. Er liess sie erst wieder frei, als sie ihm versprochen hatte, ihre tägliche Bahn über seiner Insel zu verlangsamen. Hier ist die richtige Mischung zwischen buntes Leben am Strand und stille Natur im Hinterland. So bekam auch die Insel den Namen des Halbgottes und der Vulkan den Namen Haus der Sonne (Haleakala). Maui ist mit seiner Fläche von 1885 km2 die zweitgrösste Insel. Nach Oahu auch die beliebteste. Der Touristen Rummel und der Bauboom schwappen von Waikiki nach Maui. So gibt es eine trendige Strand- und Surferszene. Viele Golfplätze und angeblich ein lebendiges Nachtleben.




Eine etwa 10 Kilometer breite Landbrücke verbindet die beiden Gebirgsmassive. Der grosse Bergstock des etwas mehr als 3000 Meter hohen Haleakala Crater und die flacheren West Maui Mountains. An den sanft ansteigenden Hängen der Berge findet sich fruchtbarer Boden (tief rot). Er bildet die Grundlage für Mauis blühende Landwirtschaft. Es gibt vor allem Zuckerrohr, exotische Früchte, Ananas, Gemüse und sogar Wein. Auf dem Haleakala gedeiht aber, im kargen Lavagestein, der einheimische Silberschwert. Eine seltene Pflanzenart.





Mich zieht es also in die Berge und somit die 60 Kilometer lange Highway hinauf zum Gipfel des Schildvulkanes von Mount Haleakala. Mit einer Länge von etwa 11 Kilometer und einer Tiefe von rund 1000 Meter ist er einer der grössten Krater der Welt. Am Gipfel angekommen sieht man vor einem eine gespenstische Stille Mondlandschaft, vielfarbige Aschekegel, erkaltete Lava in Grau-, Rot- und Braunschattierungen und kleine Krater. Der Krater bildet den Lebensraum für die seltenen Nenegänse oder eben dem Silberschwert. Auch eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Inseln bietet sich hier.





Meine letzte Station auf Hawaii ist Kauai. Der Spitzname für diese Insel lautet Garteninsel. Und dies zurecht. Denn es gibt viele tropische Palmen und die Klippen sinnt grün umrankt. Es ist die westlichste und älteste der Hawaii Inseln. Im Norden ragen die Na Pali Cliffs fast 1000 Meter über dem Meer. Im Südwesten findet man lange, einsame Dünenstrände und im inneren klafft die gewaltige Schlucht des Waimea Canyon. Es gibt aber auch den Mount Waialeale, der mit rund 12 m Niederschlag pro Jahr der regenreichste Punkt der Erde ist. So wundert es nicht, dass es hier zahlreiche Wasserfälle gibt. Man fühlt sich hier oft einige Jahrzehnte zurückversetzt. Für mich verkörpert Kauai mit seinen steilen klippen, grünen Tälern und den herrlichen Strandbuchten am besten das Idealbild von Hawaii. Zu den Highlights der Insel zählen für mich: der atemberaubende Blick über das Kalalau Valley und die Na Pali Coast, das Spouting Horn, das seine Gischt bis zu 15 Meter hoch speit und das Kilauea Point Lighthouse von 1913.









Eines bleibt sich aber fast überall gleich: Wind und Wellen. So sind die Surfer nie weit. Denn, ohne Surfbrett geht hier gar nichts. Die Hawaiianer kommen mit dem Surfbrett unter den Füssen zur Welt. Und die Szene erfindet sich immer wieder neu. Der neuste Schrei: Tow-in-Surfing. Weil die Brandungen so gigantisch sind, lassen sich extrem Surfer mit dem Jet-Ski in die Riesenwellen ziehen. (Am beliebtesten ist Jaws auf Maui mit den höchsten Wellen der Welt.

Mit der Kraft der Naturelementen in Einklang kommen - das ist Surfen!



Für mich geht es weiter nach Kalifornien. Amerika liegt in Kalifornien! Mit 36 Millionen Einwohner der grösste Staat der USA. Dramatische Landschaften, schillernde Megastädte, ein bunter Mix der Bewohner - der Golden State hat einfach alles. Hier werden Trends gesetzt, im Sport und in der Mode, ebenso wie in der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung.Ich lande in Los Angeles. Der Begriff Grossstadt ist schlicht untertrieben. Ein Stadt Monster mit Schnittpunkt zwischen erster und dritter Welt. Rund 13 Millionen Menschen leben in dieser Stadt. Man fährt auf 10 spurigen Autobahnen und steht immer noch im Stau. Das Bruttosozialprodukt der Stadt ist grösser als das von ganz Australien! Aber es ist viel mehr als diese wirtschaftsdaten zum Ausdruck bringen. L.A. ist gleichbedeutend mit dem Lebensgefühl der West Coast, der Surfer und Jogger, der Hippies und Yuppies. Aber auch die Filmwelt ist seit über 80 Jahren hier zu Hause und bildet die Traumfabrik für Millionen Zuschauer Weltweit.




Ich konnte es mir natürlich nicht entgehen lassen und den Walk of Fame in Hollywood abzulaufen. Aber auch das Kodak Theater (wo die Oscar’s verliehen werden) habe ich mit einer tollen Führung hinter den Kulissen besucht. Man wird hier schnell in den Bann der Reichen und Schönen gezogen. Der Oscar stand bereits bereit für mich. Doch kam ich irgendwie nicht an in heran, da er hinter Panzerglas versiegelt auf mich wartete…Jedenfalls wurde mir versichert, dass mein Stern für den Boden bereits in Arbeit sei. Eine Einladung von David Lettermann oder Jay Leno habe ich leider noch nicht erhalten. So werde ich morgen Richtung Las Vegas in Nevada aufbrechen und mein Glück da versuchen…



Aber die Universal Studios in Hollywood konnte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Der Park ist einfach riesen gross. Gleich nach der Tür Öffnung am Morgen ging ich zur Studio Tour. Diese dauert rund eine Stunde und hat so einiges zu bieten. So war ich beispielsweise am Set zu Desperate Housewives oder fuhr durch einen neuen Tunnel, der auf einer 360° Leinwand King Kong in 3D zeigt. Aber auch die Wagen der Serien und Filme sind hier ausgestellt. So zum Beispiel der Ferrari von Magnum oder die Autos von Fast and the Furious. Und, und, und… Auch Achterbahnen gibt es hier. Natürlich zu den Filmen von den Universal Studios. Auch gute Themen Veranstaltungen die einem den Einblick hinter die Kulissen der Filmwelt bringt und einem etwas aus der Trickkiste der Filmemacher zeigt.

Kaum hatte es sich herum gesprochen dass ich in Los Angeles bin, kamen Sie alle, die grossen Stars und wollten das eine oder ander von mir...:

                                                                  Er....

...wollte mit mir über die UBS diskutieren...


Er...
...will einen Film mit mir in der Hauptrolle drehen...


Sie...
...wollte unbedingt mit mir in den Ausgang...


Sie...
...möchte mich unbedingt für ihr neues Video...


Er...
...hat ein Liedchen für mich gesungen und will mich als SIR vorschlagen...


Er...
...war etwas genervt, weil er wegen Elton auf mich warten musste...


Sie...
...hat für mich getanzt...


Er...
...kam direkt von den Dreharbeiten vom 4. Piraten Film...

Sie...
...wollte mir unbedingt ihre (Briefmarken-) Sammlung zeigen...


Er...
...meinte, da er wieder Single ist, hätte er Zeit um mit mir zu Golfen...


Er...
...verstand den rummel um mich überhaupt nicht...

Er...
...war noch genervter als Georg (und zu heiss war ihm auch)...

Und er...
...fand das ganze nur komisch und hat sich ne Zigarre angesteckt!

P.S.: Für alle die gekommen waren und ich hier nicht reingeseztz habe, sorry, vielleicht beim nächsten Mal... :-)


Der Santa Monica Pier mit seinem kleinen Freizeitpark darauf durfte ich mir auch nicht entgehen lassen. Mir bleibt nur eines dazu zu sagen, um mal in den Worten von Obelix zu reden:
„ Die spinnen, die Amis“ :-)




Die Beach mit seinen Skatern, Rollbrettfahrern, Velofahrern und Muskelmännern ist auch ganz amüsant. Die Lifeguard erinnern aber bereits wieder an die Filmwelt und Serien Hits wie Baywatch…

Die Luft ist hier Sauber. Die Strassen sind Fussgänger und Fahrrad freundlich. Die Strandpromenade ist laut und bunt. Strassenkünstler beschwören Schlangen oder lesen einem aus der Hand, es wird überall für die Legalisierung von Marihuana demonstriert und zu den Ärzten vor Ort eingeladen, Souvenirläden bieten tausende von T-Shirts und dies alles während Surfer mit ihren Brettern unter dem Arm der perfekten Welle entgegen Rennen…



Doch ich hatte noch nicht genug von den Achterbahnen. Also auf zu den Six Flags Mountains. Da gibt es Achterbahnen und Achterbahnen und sonst noch Achterbahnen. Ein riesen grosser Park. Eine Bahn an der anderen und eine verrückter als die andere! Haarsträubend, atemberaubend und wahnsinnig. Eben; „die spinnen, die Amis“. ;-)

Andere Themen wie: Smog, Erdbeben, Strassenkämpfe usw. würden den Rahmen des Blogs wahrscheinlich sprengen, denn...



L.A. ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, der Träume und es gibt keine Massstäbe!!!

Freitag, 30. Juli 2010

Von Australien nach Guam oder ich und die Behörden!!!

Das letzte Mal als ihr von mir gehört habt, habe ich euch versprochen von meinem Ausflug und eventuell von der Unterwasserwelt zu berichten. Dieses Versprechen werde ich in diesem Blog einlösen…Aber ich habe noch ganz viel mehr zu berichten, denn ich habe so einiges erlebt. Das eine oder andere positive war sicher dabei, aber ich hatte doch so einigen Ärger! Die Einreise in die USA war sehr schwierig und mit so manchem Erlebnis verbunden, angefangen haben diese Erlebnisse eigentlich schon in der Schweiz, dann in Australien und die grössten bei der Einreise in die USA. Aber der Reihe nach…



Ich habe also mein Ausflug in Angriff genommen. Früh morgens, als sogar die Sonne noch geschlafen hatte, ging es los. Mit rund 15 Minuten Verspätung wurde ich dann von meinem Reisebus, der mich zum Hafen bringen sollte, abgeholt. Ich habe Airlie Beach für einmal so gesehen, wie ich es nie mehr gesehen habe. In die hintersten Ecken sind wir gefahren um Leute abzuholen. War interessant zu sehen, was es hier sonst noch für Übernachtungsmöglichkeiten gibt, ausser dem Zeltplatz, wo ich mich nieder gelassen hatte.



Am Hafen angekommen, kurz meinen „Voucher“ gegen Tickets einlösen und schon heisst es einsteigen. Die Fahrt zu der ersten Insel beträgt etwa 25 Minuten. Wir fahren aus dem Hafen heraus und ich sehe mir das hügelige Gelände rund um Airlie Beach an. Die Hügel sind von den Wolken wie mit einer Decke zugedeckt. Es scheint, als Schlafen selbst die Hügel noch, kuschelig in ihre Decken eingepackt. Herrlich dieser Anblick, sieht echt cool aus.



Auf der ersten Insel angekommen (Daydream Island, 10 ha gross) gibt es erst mal ein riesiges Frühstück. Das Frühstücksbuffet ist enorm gross. Mit ganz vielen frischen Früchten, frisch zubereiteten Eiern in allen Variationen. Eine grosse Ecke mit im Haus gebackenem, mehr als frischem Brot. Das Ganze ist im Restaurant im Erdgeschoss des Resorts auf der Insel aufgebaut. In diesem Resort wollte ich zuerst für ein paar Tage mich niederlassen. Dass ich es nicht getan habe, bereue ich nicht. Es ist zwar ein Mega schönes Hotel.



Mit einer super Pool Landschaft. Selbst ein eigenes Reef, mit diversen (Raub-) Tieren, ist für die Gäste angelegt worden. Das Reef geht um das ganze Restaurant und zu einem Teil der Pool Landschaft. Hier wird den Gästen das Leben der Korallen, der vielen Tiere vom Great Barrier Reef näher gebracht. Für meine Verhältnisse jedoch, eher zu klein für die zahlreichen, auch schon grösseren, Tiere. Viel machen kann man aber auf der Insel nicht. Natürlich, sich Sonnen am Strand oder am Pool oder dem Treiben im künstlichen Reef zusehen. Was ich mir in der Gut 2 stündigen Aufenthaltszeit zur Hauptbeschäftigung mache. Es gibt aber auch frei lebende Kängurus auf der Insel. Diese vergnügen sich gemütlich am Strand, als ich mich dort hin begebe um ein paar Fotos zu knipsen.




So geht es weiter zur nächsten der vier Inseln die ich heute Besuche (Hook Island, die zweitgrösste Insel der Gruppe). Wir fahren rund 45 Minuten bis dahin. Da angekommen, werden wir in 2 Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe, in der ich mich befinde, gehen zuerst mal Schnorcheln. Da es aber gut und gerne 30 Personen sind, die sich gleichzeitig ins Wasser stürzen und eher die Fische verscheuchen als sie zu bewundern, entscheide ich mich, mal gemütlich einen Kaffee zu trinken und die mittlerweile am Himmel stehende Sonne zu geniessen. Das Wetter wird nun von Minute zu Minute besser. Somit ist eincremen und natürlich, wie es sich für Australien gehört, die Sonnenbrille aufsetzen angesagt. Nach etwa 30 Minuten Fische ärgern und jagen ist der „Spuck“ auch wieder vorbei.



Wir laufen den Weg durch den üppigen Regenwald zurück zur Schiffsanlegestelle. Da setzten wir uns in ein Glasboden Boot. Mit diesem Boot fahren wir zu einem nahe gelegenen Reef um uns die Korallenwelt näher anzusehen. Wir lassen uns durch die Strömung, die ziemlich heftig ist, über das Reef treiben. Es hat wirklich schöne Korallen hier und vor allem, extrem grosse. Wenn man weiss, wie lange es benötigt, damit eine Koralle nur ein wenig gross wird, kann ich mir gut vorstellen, wie alt diese Korallen sind. Sie sind in allen Farben, Formen und eben Grösse vorhanden. Ab und zu müssen die Propeller des Schiffsmotors ein wenig laufen gelassen werden, sonst wären wir bestimmt bereits am Nachmittag in New Zealand…Aber auch hier, nach rund 30 Minuten Korallen bestaunen geht es wieder zurück Richtung Festland. Kurz austeigen, Boot wechseln und es geht weiter Richtung meines eigentlichen Zieles, der Whitsunday Island mit dem Whitehaven Beach. Auf der etwas mehr als einer Stunde dauernden Fahrt wird ein Mittagessen in Buffet Form serviert. Es ist nicht das Gelbe vom Ei, aber schlecht auch nicht.





Nun sind wir an dem Beach angekommen. Herrlich dieser Sand. Ich bin ja eigentlich sehr verwöhnt, was dies anbelangt. Vor allem durch die Malediven bin ich mir solche Traum Strände „gewöhnt“. Was aber hier ist und was ich noch nie zuvor so erlebt habe, ist die Feinheit des Sandes. So weiss er auch ist, er ist noch tausend mal feiner als weiss! Herrlich. Dies ist der einzige „bessere“ unterschied den ich feststellen kann, nebst der Grösse (7 Km lang), zu den Malediven. Das Wasser ist nämlich genau so klar, aber eisig kalt. Ich brauche gut und gerne 10 Minuten, bis ich ganz im Wasser bin, so kalt ist es. Es trübt aber die Freude und schöne Stimmung überhaupt nicht. Ich geniesse den 2 stündigen Aufenthalt am Strand mehr als nur. Auch wenn er sehr romantisch ist, und ich ja alleine da bin…




So geht es weiter zur letzten Insel. (Long Island, 13 Kilometer Spazierwege durch den Wald)Diese erreichen wir nach dem wir an der wohl untypisten Insel der Whitsunday Islands Gruppe vorbei fahren.(Hamilton Island) Darauf befindet sich eine Art eigenes Land. Mit Flughafen, riesigem Hotel und Resort, Golfplatz, Einkaufszentrum, selbst Hochhäuser und so weiter. Eigentlich nichts schönes und für mich auch nicht in die Gegend passende Insel.



Angekommen auf Long Island werden wir, von dem langen Steg der ins Meer hinausführt, mit einem „Elektro-Zug“ abgeholt.(Ebbe und Flut sind hier enorm!) Dieser fährt uns zur Rezeption. Da wird uns kurz die Insel erklärt und wo sich was befindet. Nach etwa 1 ½ Stunden werden wir dann auch wieder da abgeholt und zum Boot gebracht. Die Insel ist sehr stark mit Regenwald bedeckt. Da ich nicht mehr gross durch den Wald laufen mag (eben 13 Kilometer!), setze ich mich an den Strand und hoffe auf den Sonnenuntergang. Dieser lässt aber noch auf sich warten. So steige ich wieder auf das Boot und hoffe weiter auf den Sonnenuntergang. Dieser kommt dann auch, nach dem wir wieder zu der ersten Insel vom morgen gefahren sind um das Boot wiederum zu Wechseln und weitere Leute mitzunehmen.




Langsam färbt sich die Sonne und ist für mich das Zeichen, den Fotoapparat so allmählich wieder hervor zu nehmen und bereit zu machen. Die Sonne ist nun schon fast Orange-Rot als ich die ersten Fotos auf meine Speicherkarte bringe. Doch nach wenigen Fotos ist das ganze vorbei. Jedenfalls für meine Kamera. Akku leer. Na Toll, da wartest du schon fast den ganzen Tag auf einen super Sonnenuntergang auf hoher See und dann ist der Akku leer…waren doch wohl zu viele Motive vorher, die ich abgelichtet habe! Auch wenn ich den Sonnenuntergang nicht mehr ganz mit der Kamera einfangen werden kann, war es ein super Ausflug, den ich jederzeit wieder machen würde.




Da mir der Sonnenuntergang am nächsten Tag dann aber doch noch auf dem Magen liegt, beschliesse ich, die Kamera zu nehmen (die jetzt wieder voll geladen ist) und nach Airlie Beach zu laufen. Nach mehreren Kilometern komme ich in Airlie Beach an und suche mir einen geeigneten Platz, um doch noch an meine Sonnenuntergangs Fotos zu kommen. So laufe ich die nächsten 3.5 Kilometer ab, zwischen Airlie Beach und dem Hafen. Als ich die für mich richtige Stelle gefunden habe, lässt der Untergang der Sonne auch nicht lange auf sich warten. Die Fotos sind, wie ich finde, auch sehr gelungen und so gibt es doch noch ein „versöhnlicher“ abschied aus Airlie Beach für mich.



Am nächsten Tag fahre ich weiter Richtung Norden nach Townsville. Dies soll meine letzte Station vor Cairns werden. Und da erlebe ich dann auch die Unterwasserwelt. Und wie! Einfach ein paar Bilder, die ich glaube ich nicht weiter zu kommentieren brauche…

























Mein Weg nach Townsville erfolgt über Bowen. Bowen ist aber irgendwie so was von komisch, dass ich nach 10 Minuten durch die Stadt kurven beschliesse, direkt weiter zu fahren.



Townsville ist auf Grund seiner Lage das Wirtschafts- und Handelszentrum, sowie Verkehrsknotenpunkt des Nordens. In der Stadt ragt ein kahler Granit Felsen aus dem Boden. Diesen besteige ich auch, kaum angekommen, sofort. Die Aussicht von da ist fantastisch. Vor der Küste von Townsville liegt Magnetic Island. Die Insel ist vom Felsen her sehr gut zu sehen. Je nach Wetter, werde ich diese Insel auch noch besuchen. Mal sehen…Die Insel ist auf Korallen und Granitstein gewachsen und hat ihren Namen von Capitain Cook erhalten, als er 1770 die Insel entdeckte. Sein Kompass spielte damals beim vorbei Segeln verrückt. Dass er auf das vermeintliche magnetische Gestein der Insel zurückführte.(eigentlich waren es „Ungleichheiten“ im Meeres Boden)



In der Stadt gibt es das sogenannte Reef HQ. Dies verbindet den Tourismus und die Forschung auf ideale Weise. Es hat ein riesiges Becken, dass 2.5 Millionen Liter Wasser fasst. Hier sind etwa 100 Korallenarten, Haie, Barramundi, Muränen, Schildkröten usw. beheimatet. Hier werden die Gegebenheiten und Veränderungen eines Korallenriffs simuliert. Ich verbringe fast einen Tag darin mit zahlreichen Informationen, Videos usw. zum Riff und den darin lebenden Tiere…Gelungen gemacht, wie ich finde! (und es dient ja eben auch als Forschung, echt klasse so ein lebendes Reef in der Stadt, naja im Hafen)




Etwa 17 Kilometer bevor ich nach Townsville komme, besuche ich das Billabong Sanctuary. Die Anlage ist 11 ha gross und umfasst Regenwald, Eukalyptus-Buschland, ein riesiges Feuchtgebiet mit Süsswasser- und Leistenkrokodile, aber auch Wasservögel. Es gibt ebenfalls Gehege für Koalas, Kasuaren, Echidnas, Wombats und Dingos. Die Tiere werden über den ganzen Tag verteilt von Ranger Präsentiert. Die Präsentationen sind sehr informativ und überhaupt nicht reisserisch aufgemacht, wie in anderen Tierparks.





















Auf der weiter Fahrt Richtung Norden bestimmen auch hier zunächst die Zuckerrohr Felder die Landschaft. Doch die Veränderung der Landschaft ist nun mehr als deutlich zu sehen. Alles ist üppig und Grün. Ich habe die feuchten Tropen erreicht! Der Weg führt an zahlreichen Stränden und Hügeln vorbei. Überall hat es Flüsse die in das Meer laufen. So gibt es unzählige Wasserfälle in den Gebirgen und Hügeln in dieser Landschaft. Baden ist hier aber auch nicht zu empfehlen. Hier „wimmelt“ es nur so von Krokodilen!




Dass ich die Zuckerrohrfelder hinter mir gelassen habe, zeigt mir aber nicht nur das extrem grüne Umfeld und die Landschaft, sondern auch die vielen Hinweis Tafeln, dass man hier zum Beispiel keine Bananen oder anderes Obst ausführen oder einführen darf. Die Angst von Viren und einbringen von Schädlingen ist hier sehr gross. Da die Landwirtschaftlichen Produkte die wichtigste Einkommensquelle ist, nimmt man dies doch sehr ernst. Die Kontrollen hingegen sind eher lasch. 1996 gab es aber einen Befall durch die Papayafruchtfliege. Da wurden sogar Strassensperren im Norden von Queensland errichtet und sämtliche Autos kontrolliert. Bei mir belassen sie es mit dem Warnhinweis auf den Tafeln…





So erreiche ich schliesslich mein Australisches Ziel; Cairns. Cairns und seine Umgebung hat doch so einiges zu bieten. Ich habe aber nur noch 2 volle Tage das Auto. In dieser Zeit regnet es fast ununterbrochen. So verbringe ich die letzten 2 Tage mit Waschen und dem Versuch, die Wäsche auch wieder trocken zu bekommen. In meinem gemieteten Appartement hat es eine Waschmaschine mit eingebautem trockner. Irgendetwas scheint aber nicht so zu funktionieren wie ich dies gerne hätte. Beim ersten Versuch überschwämme ich die halbe Küche. Beim 2. Versuch wird die Wäsche zwar warme, aber nicht wirklich trocken sondern eher noch feuchter…so verteile ich die gewaschenen Kleidungstücke im ganzen Appartement, in der Hoffnung, das Ganze noch vor der Abreise trocken zu bekommen. Dies gelingt mir leider nur teilweise, so dass ich gezwungener massen mein Gepäck eher feucht mit nehme…




Die feuchte Wäsche ist so zu sagen der Anfang meiner kommenden schwarzen 2 Tage…Ich gebe am morgen kurz vor 10.00 Uhr mein Auto an der abgemachten Stelle ab. Es liegt etwas ausserhalb von Cairns. Da ich bei der Übernahme des Fahrzeugs keine Quittung des Taxis gehabt habe, wird mir die Fahrt zum Flughafen in Cairns kostenfrei versprochen. Nach dem telefonieren mit „Chris“, von meiner Vermietstation, ist dies dann irgendwann auch möglich. Mein Plan ist es, an den Flughafen zu gehen, das Gepäck aufzugeben, um dann noch ein wenig in Cairns die Zeit zu vertreiben. Mein Flieger geht erst um halb eins in der früh. So lasse ich mich an den Flughafen fahren. Als ich das Gepäck einchecken möchte, wird mir erklärt, dass dies frühestens abends um 22.00 Uhr möglich sei.



Kaum habe ich diese „Botschaft“ erhalten, schliesst der Flughafen auch so gleich. Den bis zu meinem Flug geht kein weiterer Flieger mehr. Jedenfalls nicht aus dem internationalen Flughafen. So möchte ich mein Gepäck in ein Schliessfach bringen um meinen Plan fortzusetzten. Dies geht aber auch nicht, da es nur ein Schalter gibt, der Gepäck gegen eine horrende Summe aufbewahrt und dieser eh geschlossen ist. So möchte ich mich ins Restaurant des Flughafens begeben. Dieses hat natürlich ebenfalls geschlossen. So beschliesse ich den gut einen Kilometer mit Sack und Pack zum inländischen Flughafen zu laufen. Dieser hat aber kein öffentliches Restaurant. Nur wenn du eine Bordkarte hast und durch den Zoll bist, kommst du an das Restaurant. So gehe ich wieder zum internationalen Flughafen zurück, in der Hoffnung, dass das Restaurant dann irgendwann mal wieder öffnet. Als ich auf dem verlassenen Flughafen einen angestellten beim Putzen treffe, frage ich diesen, wann denn das Restaurant wieder öffnet. Dieser lacht und meint; „Heute bestimmt nicht mehr. Vor morgen Mittag geht hier so gut wie gar nichts. Denn es gibt nur den Flug nach Guam bis dahin. In diesem Flug sind maximal 20 Personen. Dafür öffnet kein Restaurant. Wenn ich Glück hätte, kann es sein, dass nach der Zollkontrolle eventuell ein Restaurant geöffnet hat. Dies aber sicher nicht vor 23.00 Uhr!“



So verbringe ich den ganzen Tag auf dem leeren Flughafen und warte bis ich einchecken kann. Als es dann endlich kurz vor 22.00 Uhr ist öffnet doch tatsächlich auch ein Check-in Schalter. Ich möchte also meine 2 Gepäck Stücke einchecken. Doch es geht nur eines! Das andere muss angeblich bezahlt werden, weil die Fluggesellschaft dies geändert hat und ich nur noch 1 Gepäck frei habe und nicht deren 2! Nach einem langem hin und her kann ich das 2 Gepäck Stück ebenfalls als Handgepäck mit in den Flieger nehmen. Dachte ich. Denn in dem Gepäckstück habe ich alle meine Cremen, Parfüm, Duschmittel, Nessessär und all dies verstaut. Dies ist natürlich nicht möglich an Bord zu nehmen, da ja max. 100ml Flüssigkeit erlaubt sind. So bleibt mir nichts anderes übrig, als den 2. Koffer zu bezahlen und so aufzugeben.




Als ich dies dann endlich hinter mir hatte, gehe ich guter Dinge durch den Zoll. In meinem Handgepäck finden die Beamten jedoch ein Objekt, dass ihnen angeblich nicht gefällt. Nach offen legen meines Handgepäcks, stellt sich heraus, dass es sich um mein Aschenbecher handelt. Es ist so eine Alu dose, die man mit einem Finger schliessen und öffnen kann. Als dieser „Trubel“ dann ein Ende genommen hat, will ich weiter gehen, um endlich einmal ins Restaurant zu kommen um etwas zu trinken. Fehlanzeige! Die nächsten Beamten warten bereits auf mich um mich in einen Raum zu führen. Darin wird mir erklärt, dass sie mit mir einen Test auf Sprengstoff durchführen. Ich darf wieder meine ganze Tasche auspacken und auf einem Tisch ausbreiten. So werden von allen Sachen mit einer Art Bürste abdrücke genommen und durch einen „Scanner“ gejagt. Auch meine Hände, mein T-Shirt, meine Hose… Alles wird mittels dieses Gerätes getestet. Als nichts gefunden wird, darf ich meine Sachen wieder einpacken und nun endlich zum Restaurant. (dies erinnert mich doch stark an Zürich, als ich zurück nach Singapur fliegen wollte und mein Portemonnaie in der Tasche vergessen hatte und mich somit einer „Leibes Visitation“ unterziehen durfte).



Noch eine Rauchen in der „Smoker-Lounge“ und schon heisst es einsteigen. Der Flieger hat wirklich maximal 25 Personen an Bord. So habe ich gut und gerne 20 Sitze für mich alleine. Ich freue mich auf ein wenig Schlaf. Doch während den 4 ½ Stunden ist nicht an Schlaf zu denken. Nach dem Flug weiss ich jedenfalls, wie man sich in einem Schüttelbecher fühlen muss…Es hört einfach nicht auf. Schüttel, schüttel, schüttel…




Als der Flug dann endlich vorbei ist und ich wieder festen Boden unter den Füssen habe, möchte ich einreisen. So habe ich alle 5! Papiere (versucht) beim Fliegen auszufüllen. Diese Papiere gebe ich am Schalter der Immigration ab. Dieser prüft meinen Pass, schaut sich die Dokumente durch, ich gebe meine Finger abdrücke elektronisch ab, noch ein kurzes Foto und weiter geht’s. Normalerweise…Nach dem ich zahlreiche weitere Fragen beantwortet habe, werde ich von 2 Beamten abgeführt! Ich werde in einen Raum mit, naja, nennen wir sie einmal Flüchtlinge, gebracht. Durch das warten in diesem Raum bekomme ich so einiges mit, wer wieso und warum nicht einreisen darf. Ich habe jedoch mit dem ganzen nichts zu tun. Habe sogar ein gültiges Visum (ESTA Visum.)Nach etwa einer viertel Stunde werde ich wiederum von 2 schwer bewaffneten Beamten in einen Verhörraum gebracht. Nach einer kurzen Zeit kommt ein Beamter zu mir und setzt sich auf der gegenüberliegenden Seite hin. Er macht nicht lange und beginnt sofort mit der Befragung. Das meiste dreht sich um mein Arbeit s-Visum, dass ich noch für Amerika besitze. Da ich vor Jahren(nun fast 10!) ein Arbeits-Visum oder eine sogenannte Greencard für die USA erhalten hatte um auf einem Kreuzfahrt Schiff zu Arbeiten. Dieses Visum ist noch bis 2011 gültig. Dabei habe ich es natürlich nicht, da es in meinem alten Pass ist. Diesen habe ich auch nicht dabei. Nach langem erklären und tausenden von Fragen beantworten, gibt der Beamte langsam nach und meint ich soll noch die letzten Fragen beantworten und ich könne anschliessend einreisen. Ich muss mein gesamtes Reiseprogramm darlegen. Nachweisen wie viel Geld ich in bar dabei habe, welche Kreditkarten ich benutze, in welchem Hotel ich bin und so weiter…Als er mir dann „Glaubt“ dass ich auf Weltreise bin, lässt er mich mit den Worten :“Amerika hat ein Auge auf Dich!“einreisen. So komme ich nach mehr als 2 Stunden wieder zu meinem Pass und bin ein „freier“ Mann…




Mittlerweile ist es bereits hell. Mein Chauffeur vom Hotel ist natürlich längst weg…Handy funktioniert auf Guam überhaupt nicht. So beschliesse ich mit dem Taxi zum Hotel zu gelangen. Dieser fährt mich natürlich zuerst zum falschen Hotel…Passt irgendwie alles. Als ich dann endlich im Hotel angekommen bin, kann ich das Gepäck wenigstens deponieren. Denn ich darf noch gut 8 Stunden warten, bis ich einchecken kann. So laufe ich an den Strand und warte bis so was wie ein Kaffe oder so öffnet. Als ich dann endlich auf das Zimmer kann, freue ich mich, wenigstens Online gehen zu können. Denkste…Der Computer will sich einfach nicht mit dem WLAN des Hotels verbinden. Nach weiteren 2 Stunden, und dem halben Hotel Personal damit zu beschäftigen, nehme ich das Kabel des „Business Centers“ des Hotels. So kann ich wenigstens kurz ins Netz und zuhause mal Bescheid geben. Denn das Business Center schliesst um 17.00 Uhr, was mittlerweile sogar ist.



Irgendwie schaffe ich es am nächsten Tag dann doch noch mit der Verbindung, so, dass ich diesen Bericht wenigstens veröffentlichen kann. Zu Guam werde ich im nächsten Beitrag wahrscheinlich mehr erzählen. In ein paar Stunden werde ich bereits wieder abgeholt und zum Flughafen gefahren. Es geht weiter nach Honolulu! Hoffe dass die Einreise dort mit weniger Problemen bestückt ist, da es ja eigentlich ein Inland Flug wird…Die Hoffnung stirbt zuletzt!

P.S: Freue mich auch über Kommentare von Euch ;-) ...